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Hausmitteilung Titel / Ukraine / Kakao-Krise / Weihnachtsfeiertage

aus DER SPIEGEL 51/2014
Feldenkirchen, Stark

Feldenkirchen, Stark

Foto: DENNIS DRENNER / Der Spiegel

Als die USA-Korrespondenten Markus Feldenkirchen und Holger Stark vergangene Woche die Handynummer des früheren CIA-Psychologen James Mitchell wählten, rechneten sie nicht damit, dass jemand abheben würde. Mitchell hat die Foltermethoden der CIA entwickelt, über die sich seit der Veröffentlichung eines Untersuchungsberichts des US-Senats die Welt entrüstet. Zu seinem Programm gehörten Schlafentzug, Waterboarding, Einsatz von Insekten oder Gegen-die- Wand-Schmeißen. Jahrelang hat Mitchell sich der Öffentlichkeit entzogen; nun ging er ans Telefon und gab Auskunft. Feldenkirchen und Stark beschreiben in der Titelgeschichte, wie die USA unter George W. Bush ihre Grundsätze verrieten - und welche Folgen dieses dunkle Kapitel für die Vereinigten Staaten haben kann.zum Artikel 

Seit voriger Woche wird im Osten der Ukraine weniger geschossen, es herrscht ein fragiler Waffenstillstand. Manchen Separatisten gefällt das nicht. Spiegel-Autor Christian Neef und -Mitarbeiter Moritz Gathmann schlugen sich zu Kosaken durch, die ihre eigene Volksrepublik ausgerufen haben und zwischen allen Fronten stehen. Sie lehnen einen Frieden mit Kiew ab, wollen aber auch mit den von Moskau unterstützten Rebellen nichts zu tun haben. Besonders willkommen waren die Journalisten nicht: Unbegleitet dürften sie »keinen einzigen Schritt« durch die Kosakenrepublik wagen, verfügte deren oberster General, Pawel Drjomow. Die ukrainischen Gegner, so erklärte der Mann, würden gern westliche Journalisten abfangen und erschießen, um die Tat dann den Separatisten in die Schuhe zu schieben. Ganz so schwierig wurde der Aufenthalt für die Spiegel-Leute jedoch nicht - sie mussten sich lediglich jeden Tag bei der Kommandantur der Kosaken an- und abmelden. zum Artikel 

Die Nachfrage nach Schokolade steigt, aber die Kakaoproduktion steckt in einer Krise. Die veralteten Plantagen in den Herkunftsländern bringen viel zu wenig Ertrag. Redakteur Philip Bethge hat den US-amerikanischen Agrarexperten Howard-Yana Shapiro an die Elfenbeinküste begleitet, wo der 68-Jährige für den Lebensmittelkonzern Mars ein Kakaorettungsprogramm vorantreibt. Shapiro, ein Althippie mit ungezügeltem Bartwuchs, hat den Auftrag, die afrikanischen Produzenten mit verbesserter Agrartechnik auf Nachhaltigkeit zu trimmen. An der Dringlichkeit seiner Mission ließ der Fachmann keinen Zweifel: Damit auch künftig kein Mangel herrsche an der beliebtesten Süßigkeit der Welt, so Shapiro, »müssen wir handeln, und zwar jetzt«. zum Artikel 

Der digitale SPIEGEL erscheint wegen der Weihnachtsfeiertage bereits am 20. Dezember, 8 Uhr.

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