Zur Ausgabe
Artikel 3 / 66
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel

Hausmitteilung Titel / Europas Schriftsteller / Sommer 1945 / Nannen-Preis

aus DER SPIEGEL 19/2020
Hornig in Rimini

Hornig in Rimini

Foto: Nicola Zolin / DER SPIEGEL

Droht der Sommerurlaub 2020 wegen der Coronakrise auszufallen? Viele Familien in Deutschland haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Doch wie sieht es in den Urlaubsländern selbst aus? SPIEGEL-Korrespondenten haben sich vor Ort umgeschaut, Kollegen aus Berlin, Hamburg und Brüssel fügten politische Einschätzungen hinzu, und Redakteurin Barbara Supp hat die Berichte für die Titelgeschichte zusammengefasst. Rom-Korrespondent Frank Hornig fuhr nach Rimini. Auf der Autobahn durch die Abruzzen habe er sich »wie der letzte Überlebende in einem Katastrophenfilm« gefühlt, so wenige Autos seien unterwegs gewesen. Als Hornig in Rimini einen Strandklubbetreiber ansprach, wäre der ihm vor Freude fast in die Arme gefallen. »Der erste Deutsche in dieser Saison«, jubelte der Mann, »es ist, als würde ich aus einem Albtraum erwachen.« zum Artikel 

Fünf Schriftstellerinnen und Schriftsteller aus fünf Ländern an einen Tisch zu bekommen ist in normalen Zeiten so gut wie unmöglich. Zu gefüllt sind die Terminkalender, zu weit entfernt die Wohnorte. In der gegenwärtigen Krise sind immerhin alle zu Hause, SPIEGEL-Redakteur Volker Weidermann musste die Autorinnen und Autoren nur für das Projekt gewinnen. Am virtuellen Tisch saßen schließlich die Schottin A. L. Kennedy, der Franzose Bernard-Henri Lévy, der Niederländer Geert Mak, die Italienerin Francesca Melandri und der Tscheche Jaroslav Rudiš. Die Autoren diskutierten ruhig und konzentriert, nur Lévy sprang immer wieder auf und streckte die Arme von sich wie ein Boxer in den Kampfpausen. Moderiert wurde das Gespräch von den Redakteuren Nils Minkmar und Tobias Rapp. »Alle haben Angst, Europa könnte zerbrechen«, sagt Rapp. zum Artikel 

Vor 75 Jahren, am 8. Mai 1945, begann die Nachkriegszeit in Deutschland. Es waren Monate der existenziellen Sorge um die Zukunft, das Gefühl von Glück und Befreiung hatten nur wenige. Ein SPIEGEL-Team hat in den vergangenen Monaten Zeitzeugen nach deren »Sommer 45« gefragt. Redakteur Alexander Smoltczyk verknüpfte diese Erinnerungen zu einer Collage aus Stimmen. Zu Wort kommen Überlebende des Bombenkriegs, aber auch ehemalige Wehrmachtsoldaten wie Martin Walser. Redakteurin Susanne Beyer hatte den Schriftsteller bereits im Dezember 2012 zu einem SPIEGEL-Gespräch in seinem Haus am Bodensee besucht. Um sich in Erinnerung zu bringen, schickte Beyer ein damals entstandenes Foto an Walser und fragte, ob sie ihn noch einmal besuchen dürfe. Wegen Corona konnte man schließlich nur telefonieren. Walser erzählte dabei von der ersten Begegnung mit seiner Frau Käthe im Sommer 1945 – sein Bericht wurde auch zur Liebeserklärung an seine Frau. zum Artikel 

Im Mai 2019 berichteten der SPIEGEL und die »Süddeutsche Zeitung« gemeinsam über ein heimlich auf Ibiza aufgenommenes Video. Es zeigte den damaligen FPÖ-Chef und späteren Vizekanzler Österreichs, Heinz-Christian Strache, wie er mit einer vermeintlichen russischen Oligarchennichte schmutzige Deals besprach. Am selben Tag war Strache seine Ämter los – und wenig später die Regierung aus ÖVP und FPÖ Geschichte. Am Donnerstag erhielten SPIEGEL und »SZ« für ihre Recherchen den Nannen-Preis in der Kategorie »Investigative Leistung«. Aufseiten des SPIEGEL wurden Maik Baumgärtner, Vera Deleja-Hotko, Martin Knobbe, Walter Mayr, Alexandra Rojkov und Wolf Wiedmann-Schmidt ausgezeichnet.

Zur Ausgabe
Artikel 3 / 66
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.