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Hausmitteilung Titel / Maut / »Islamischer Staat«

aus DER SPIEGEL 13/2015

Bis vor Kurzem beschäftigten sich vor allem Deutsche intensiv mit ihrer Nazi-Vergangenheit, aber spätestens seitdem ernsthaft über den Ausstieg Griechenlands aus dem Euroraum diskutiert wird, beeinflusst Deutschlands Geschichte auch die Politik in Spanien, Italien, Portugal. Von einem »Vierten Reich« ist nun die Rede, Deutschland wird vorgeworfen, Europa auszubeuten; ökonomisch, politisch. Natürlich ist der Vergleich mit Hitlers »Drittem Reich« unsinnig, aber ist es berechtigt, Deutschland als egoistischen europäischen Hegemonen zu bezeichnen? Und wenn ja, wie herrschen die Deutschen? Was genau sind ihre Ziele? Antworten auf diese Fragen suchte ein Team von SPIEGEL-Redakteuren in Berlin, Brüssel, in Griechenland, Italien, Frankreich; Gesprächspartner waren Politiker, Volkswirte, Historiker. Außerdem Teil des Titelkomplexes: Eine neue, bisher vertrauliche Untersuchung aus Athen bringt die Bundesregierung in der Frage der Reparationen unter Druck. zum Artikel 

Wenn der Bundestag die Pkw-Maut beschließt, wird er seinen Segen zu einem sehr deutschen Projekt geben. Es ist das vorläufige Ende einer Debatte, die wie kaum ein innenpolitisches Vorhaben die Emotionen der Deutschen geweckt hat. Die Spiegel-Redakteure Sven Böll, Peter Müller und René Pfister haben die Auseinandersetzung um die Maut mehrere Monate lang verfolgt – von der Entstehung der Idee am Reißbrett der CSU-Wahlkampfstrategen bis zu den letzten Anhörungen im Parlament. Sie beobachteten, wie die »Ausländermaut« zum Schlager in bayerischen Bierzelten aufstieg, trafen mehrfach Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt und berichten über die Tricks, mit denen Kanzlerin Angela Merkel das Lieblingsprojekt von CSU-Chef Horst Seehofer doch noch verhindern wollte. »Die Geschichte der Maut ist auch eine Geschichte darüber, wie die Regionalpartei CSU der ganzen Republik ihren Willen aufzwingt«, sagt Müller. zum Artikel 

Eine Begegnung am Rand einer Sicherheitskonferenz machte es möglich, dass Susanne Koelbl die Front im Kampf gegen den »Islamischen Staat« (IS) Anfang dieser Woche relativ komfortabel und sicher erreichte. Die Spiegel-Reporterin hatte den irakischen Innenminister Mohammed al-Ghabban getroffen, und er nahm sie nun in seinem gepanzerten Konvoi mit in die Stadt Tikrit, die kurz davor steht, vollständig von der irakischen Armee und Milizen eingenommen zu werden. Nach dem Verlust der syrischen Grenzstadt Kobane droht dem IS damit die zweite Niederlage. Zusammen mit ihrem Kollegen Christoph Reuter beschreibt Koelbl die Lage im Irak und auf dem Territorium des IS. Auch auf dem Weg zurück nach Bagdad begleitete Koelbl Ghabban; als sie ihn fragte, was er sich von den Deutschen im Kampf gegen den IS erhoffe, antwortete er: »Mehr Munition.« zum Artikel 

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