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Hausmitteilung Titel / Bhopal / Spiegel-Chronik

aus DER SPIEGEL 49/2014

Am Mittwoch dieser Woche soll das Dämmen von Häusern in Deutschland endgültig zur nationalen Aufgabe werden. Mit dem »Aktionsprogramm Klimaschutz 2020«, mit weiteren Fördermitteln und neuen steuerlichen Anreizen will das Kabinett sicherstellen, dass die Energiewende gelingt. Es ist ein sehr ambitioniertes Projekt, zudem ein sehr lukratives, vor allem für Teile der Wirtschaft; aber es darf bezweifelt werden, dass es auch sinnvoll ist. Ein Team von Redakteuren reiste durch die Republik, traf Mieter und Vermieter, die sich über »den Dämmwahn« beschwerten, Architekten, die vor den Folgen luftdicht verpackter Häuser warnten, und recherchierte, wie Industrie und Lobbyverbände die Gefahren der Dämmstoffe verharmlosen. Eine Gesprächspartnerin war Umwelt- und Bauministerin Barbara Hendricks. Sie hat ihr Haus in Kleve sanieren lassen. Dach und Heizung ließ sie erneuern, auf die Dämmung verzichtete sie. zum Artikel 

Vor 30 Jahren, in der Nacht vom 2. auf den 3. Dezember 1984, strömte hochgiftiges Gas aus einer Pestizidfabrik im indischen Bhopal, Tausende Menschen starben, 200 000 erkrankten. Bis heute steht Bhopal für das schlimmste Chemieunglück aller Zeiten, und noch immer fordert es neue Opfer. Redakteurin Simone Salden und Spiegel-Mitarbeiterin Anne Backhaus besuchten die Geisterfabrik, sie trafen Familien, die sich vor der Geburt des nächsten Kindes fürchten, sprachen mit Hebammen, die von schrecklichen Missbildungen berichteten. »Man hat das Gefühl, als wäre das Unglück erst gestern geschehen«, so Salden. Ergänzt wird die Reportage durch mehrere Videos, sie sind in der iPad-Ausgabe zu sehen; unter anderem erzählt der Magnum-Fotograf Raghu Rai, wie er einst das Desaster mit der Kamera festhielt. Zum 30. Jahrestag des Unglücks ist am Dienstag auf SPIEGEL ONLINE außerdem ein Multimedia-Spezial zu finden, das den Ablauf der Katastrophe und ihre Folgen in Bildern und Videos zeigt. zum Artikel 

Was ist geschehen 2014, was bleibt in Erinnerung? Wie jedes Jahr im Dezember blicken Redakteure in der Spiegel-Chronik zurück auf die vergangenen zwölf Monate, analysieren die großen Ereignisse, erfreuliche und beängstigende. Zur ersten Kategorie gehört zweifellos die Fußballweltmeisterschaft. Reporter Alexander Osang beobachtete die deutsche Mannschaft während des Turniers und erzählt nun, warum die Spieler in entscheidenden Momenten alles richtig machten. Zur zweiten Kategorie zählen der neue kalte Krieg in Europa und die Triumphe der Terroristen des »Islamischen Staats«. Warum sie so schnell zu einem Machtfaktor im Nahen Osten wurden, beschreiben unsere Korrespondenten ausführlich. Außerdem blickt Autor Dirk Kurbjuweit auf Angela Merkels Strategien zur Krisenbewältigung, und in der Rubrik »Helden des Alltags« werden Frauen wie die junge Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai porträtiert. Die Chronik erscheint an diesem Donnerstag; auf vielfachen Wunsch wird sie den Abonnenten des Spiegel zugestellt, und natürlich ist sie wie immer auch im freien Verkauf erhältlich.

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