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Hausmitteilung Titel / Coronavirus / »Dein Spiegel«, Spiegel Wissen

aus DER SPIEGEL 46/2020
SPIEGEL-Titel 6/2017, -Redakteure in den USA

SPIEGEL-Titel 6/2017, -Redakteure in den USA

Foto: Titelillustration: Edel Rodriguez für den SPIEGEL; Ron Haviv / DER SPIEGEL

Am Samstagvormittag (Ortszeit), nach einer tagelangen Zitterpartie, stand es endlich fest: Joe Biden wird der 46. Präsident der USA. Nie ging es bei einer Wahl um so viel: um die Frage, ob ein lügender, autokratisch agierender und von hunderttausenden Corona-Opfern völlig ungerührter Präsident weiterregieren darf. Auch wenn Biden ein eher schwacher Präsident werden könnte, sitzt mit ihm ab dem 20. Januar 2021 endlich wieder ein Mann im Weißen Haus, der die demokratischen Prinzipien achtet – und, nicht ganz unwichtig, die erste Vizepräsidentin Amerikas. Auf unserem Titelbild setzt Biden der Freiheitsstatue ihren Kopf auf; wir nehmen damit Bezug auf das weltberühmt gewordene Cover der SPIEGEL-Ausgabe 6/2017, auf dem Trump der »Lady Liberty« den Kopf abgetrennt hatte. Das Titelbild haben wir für die digitale Ausgabe aktualisiert, ebenso mehrere Geschichten. Rund um die Wahl waren Reporter und Korrespondenten im ganzen Land unterwegs: Marc Pitzke erlebte in Florida die Niederlage einer Exilkubanerin, die für die Demokraten antrat. Alexandra Rojkov war in Pennsylvania mit einem Republikaner unterwegs, der laut darüber nachdachte, sich zu bewaffnen, sollte Trump gegen Biden verlieren. Die Korrespondenten René Pfister und Roland Nelles analysierten die Lage in Washington. »Auf Biden lastet nun die fast unmögliche Aufgabe, ein Land zu vereinen, das so zerrissen ist wie selten zuvor«, sagt Redakteur Christoph Scheuermann. zum Artikel 

Nach der ersten Corona-Welle im Frühjahr bauten die Krankenhäuser die Zahl der Intensivbetten massiv aus. Sind die deutschen Kliniken deshalb nun gut gerüstet für die zweite Welle? Ein Spiegel-Team um Redakteur Matthias Bartsch zog aus, um die Lage zu sondieren. Schon heute, so erfuhren die Redakteure, liegen auf vielen Intensivstationen mehr Covid-19-Patienten als im April. Und bald werden es noch mehr werden. Allein in Berlin infizieren sich derzeit täglich bis zu 1500 Menschen. Nach bisherigen Erfahrungen könnten mit zweiwöchiger Verzögerung rund 30 von ihnen auf der Intensivstation landen, jeden Tag. Bartsch recherchierte in der Kreisklinik Groß-Gerau, wo er mit besorgten Ärztinnen und Ärzten, mit dem Pflegepersonal und mit Klinikchefin Erika Raab sprechen konnte. Dass die Patienten bald in großer Zahl kommen würden, sei »so sicher wie Weihnachten«, sagte Raab. An Betten fehle es diesmal nicht, wohl aber an Personal, das die Schwerkranken betreuen könne. »Die Kliniken laufen sehenden Auges in eine Krise«, berichtet Bartsch. Viele Pflegekräfte seien jetzt schon überlastet. zum Artikel 

»Wir sind nicht machtlos gegen das Virus«, hatte Gesundheitsminister Jens Spahn den Kinderreportern gesagt – aber da war Spahn wohl schon selbst infiziert. Das Interview ist im neuen »Dein Spiegel« nachzulesen. In der ebenfalls neuen Ausgabe von SPIEGEL WISSEN »Wie die Kindheit uns prägt« geht es um frühe Traumatisierungen und narzisstische Eltern. Beide Hefte erscheinen am Dienstag.

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