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Hausmitteilung Titel / Migranten / Ostasien / SPIEGEL COACHING

aus DER SPIEGEL 1/2021
Türeci, Şahin

Türeci, Şahin

Seit Wochen arbeiten Uğur Şahin und Özlem Türeci fast rund um die Uhr: Als CEO und Chefwissenschaftlerin des Mainzer Forschungsunternehmens Biontech stehen sie im Mittelpunkt des globalen Wettrennens um den Impfstoff gegen Covid-19. Entsprechend schwer ist es, beide gemeinsam zum Interview zu treffen. Am Ende klappte es per Videokonferenz aus ihrer Mainzer Wohnung. Chefredakteur Steffen Klusmann und Reporter Thomas Schulz sprachen mit ihnen nicht nur über den Impfstoff, sondern auch darüber, wie der Krebs besiegt werden kann, wieso Deutschland ein Innovationsproblem hat und ob bei ihnen die Arbeit die Gespräche auch am Küchentisch dominiert. Şahin und Türeci sind seit 18 Jahren verheiratet. »Es ist erstaunlich, wie ruhig und besonnen beide wirken – trotz des enormen Drucks«, sagt Schulz, der die Arbeit des Duos seit dem Frühjahr genau verfolgt. Klusmann erklärt im Leitartikel, warum Şahin und Türeci für ihn die »Menschen des Jahres« sind. zum Artikel 

Die Ferieninsel Gran Canaria kämpft in der Pandemie um jeden Touristen, weniger als zehn Prozent der Betten sind mit Urlaubern belegt. Zugleich kommen Nacht für Nacht Boote mit Migranten über die lebensgefährliche Atlantikroute an. Tausende Menschen aus Marokko, Mali oder dem Senegal wurden vorübergehend in leer stehenden Hotels untergebracht. Redakteurin Dialika Neufeld begleitete Bewohner des All-inclusive-Hotels Waikiki durch ihren neuen Alltag im Urlaubsort Playa del Inglés, wo sie auf deutsche Rentner und einige wenige Pauschaltouristen treffen. Viele auf Gran Canaria sorgen sich nun, dass sich Urlaub und Leid zu nahe kommen – so wie am Hafen von Arguineguín, wo die Küstenwache Nacht für Nacht Gerettete an Land bringt. Morgens spazieren dann Urlauber über den Kai und fotografieren die verwaisten Boote, die zurückgelassenen Schwimmwesten, Benzinkanister und Rucksäcke. »Als wären das Teile einer Touristenattraktion«, sagt Neufeld. zum Artikel 

Wachtürme, Stacheldrahtzäune, Soldaten – die Grenze zwischen Nord- und Südkorea ist ein beklemmender Ort. Wenn der Südkoreaner Lee Su-nam hierherfährt, dann aus Sehnsucht: Sein Bruder lebt im Norden. Besuchen kann er ihn nicht. Seit 75 Jahren sind Nord- und Südkorea getrennt. Die einzige Möglichkeit für Familien, sich wiederzusehen, sind vom Roten Kreuz organisierte seltene Treffen. Lee erhielt diese Chance im Jahr 2018. Plötzlich konnte er seinen verschollenen Bruder umarmen. Die Versöhnungspolitik von Präsident Moon Jae-in erfüllte viele Südkoreaner damals mit Zuversicht. Redakteurin Katharina Graça Peters hat Lee seit diesen Tagen immer wieder gesprochen. Sie wollte beschreiben, was die Versöhnung der koreanischen Staaten für die Menschen bedeutet. Doch das Verhältnis zwischen Pjöngjang und Seoul hat sich seither wieder verschlechtert. Für Lee ist das eine Tragödie. »Er möchte seinen Bruder nicht wieder verlieren«, sagt Peters. zum Artikel 

Es ist die Zeit der guten Vorsätze. Sich aber einen Ruck zu geben und diese auch wirklich umzusetzen, das fällt oft schwer. SPIEGEL COACHING »Neustart für mich« bietet Selbsttests, beispielsweise zum Veränderungswillen, und sechs leicht umsetzbare Trainingsprogramme für verschiedene Lebensbereiche, von intuitiver Ernährung bis zum nachhaltigen Leben. Das Heft ist von Dienstag an im Handel.

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