Zur Ausgabe
Artikel 5 / 62
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel

Hausmitteilung Titel / Missbrauch / Heimaturlaub

aus DER SPIEGEL 32/2020
Großbongardt

Großbongardt

Foto: Wilma Leskowitsch

Am Montag ist es so weit, dann öffnen in Deutschland die ersten Schulen nach den Sommerferien. Der Regelbetrieb soll aufgenommen werden, das ist das Ziel der Kultusminister – obwohl die Zahl der Neuinfektionen seit Kurzem wieder steigt, obwohl eine zweite Welle droht, angeschoben durch Rückkehrer aus dem Urlaub, durch private Feiern, durch zu große Sorglosigkeit. Ein Team um Dirk Kurbjuweit beschreibt in der Titelgeschichte die Hilflosigkeit der Politik, die sich zuletzt an den Rückkehrertests gezeigt hat. Aber, und das ist die gute Nachricht: Es gibt auch Ideen der Wissenschaftler, wie sich ein erneuter Lockdown vermeiden ließe. Ein weiteres Team um Alfred Weinzierl recherchierte an Schulen in mehreren Bundesländern, sprach mit Schulleitern, Lehrern, Eltern, die sich alleingelassen fühlen von der Politik. Annette Großbongardt besuchte ein Gymnasium in Pasewalk, Mecklenburg-Vorpommern, wo der Schulbetrieb als Erstes wieder beginnt. Ihr Eindruck: »Die Schulleiterin und ihre Kollegen versuchen, sich nicht Bange machen zu lassen, aber niemand weiß, wie sie diese Prüfung bestehen werden.« Das Titelbild dieser Ausgabe zeigt Feiernde im Berliner Volkspark Hasenheide, der am Wochenende von der Polizei geräumt wurde, weil die Abstandsregeln nicht eingehalten worden waren. zum Artikel 

Seit anderthalb Jahren berichtet Lukas Eberle, SPIEGEL-Korrespondent in Düsseldorf, über Kindesmissbrauch in Nordrhein-Westfalen, über Dutzende Opfer, über Tausende Taten, die, ohne dass Polizei oder Jugendämter es mitbekamen, über Jahre verübt werden konnten. Der erste Tatort war ein Campingplatz in Lügde, es folgten Bergisch Gladbach und dann Münster, wo mehrere Männer, die wohl Teil eines Kinderpornorings waren, ihre Opfer in einer Gartenlaube missbraucht haben sollen. Der Prozess gegen den mutmaßlichen Haupttäter aus Bergisch Gladbach beginnt in gut einer Woche, angeklagt ist ein 43 Jahre alter Familienvater, 85 weitere Verdächtige wurden bislang allein in Nordrhein-Westfalen von der Polizei ausfindig gemacht. Eberle recherchierte die Hintergründe des Falls, sprach unter anderem mit den Ermittlern, die sich durch die sichergestellten Fotos und Videos quälen müssen. Eine Frage beschäftigte Eberle zu Beginn besonders: Warum gibt es gerade in Nordrhein-Westfalen so viele Fälle? Warum ist es gerade hier so schlimm? Mittlerweile kennt er die Antwort: »Es passieren hier vermutlich nicht mehr Taten als anderswo. Es kommen aber mehr ans Licht, weil der Druck auf Politik und Behörden gewachsen ist – und alle genauer hinsehen müssen.« zum Artikel 

Wer Fernweh hat, muss zurzeit warten, viele Deutsche streichen wegen der Corona-Pandemie geplante Reisen ins Ausland und bleiben hier. Urlaub im eigenen Land – was findet man, wenn man Ersatz sucht für die Attraktionen in aller Welt? Borkum statt Karibik, Kleingarten statt Dänemark, Safari im Brandenburger Mischwald statt in der Serengeti – SPIEGEL-Reporterin Barbara Supp hat sich mit Kolleginnen und Kollegen auf den Weg gemacht, um zu erkunden, was sich im eigenen Land erleben lässt. Sie haben bekannte und weniger bekannte Urlaubsorte besucht, haben Bilder von dort mitgebracht und die Erkenntnis, dass der Blick auf das Eigene manchmal befremdlich sein kann. Aber auch schön. zum Artikel 

Zur Ausgabe
Artikel 5 / 62
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.