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Hausmitteilung Titel / Ruanda / Notre-Dame / SPIEGEL GESCHICHTE

aus DER SPIEGEL 31/2019
Oehmke, Santana in Kalifornien

Oehmke, Santana in Kalifornien

Vor 50 Jahren feierte die Hippiebewegung beim legendären Woodstock-Festival den Höhepunkt einer bunten, wilden Zeit – in der sie, die Blumenkinder, die Gesellschaft verändert hatten. Philipp Oehmke, Korrespondent in New York, hat für die Titelgeschichte Männer und Frauen getroffen, die damals dabei waren: Organisatoren, Musiker wie Carlos Santana, Menschen, die den irren Mörder Charles Manson und seine Jünger kannten, bis hin zum Regisseur Quentin Tarantino, dessen neuer Film von den Manson-Morden handelt. In einer kalifornischen Kommune sprach Oehmke mit Bewohnern, die überzeugt sind, dass nicht Woodstock, sondern die Manson-Psychose das wahre Vermächtnis der Hippies ist. »Bis heute herrscht ein erbitterter Kampf um die Deutung dieser Ereignisse«, sagt Oehmke, »war Woodstock ein Absturz ins Chaos oder die dreitägige Verwirklichung einer Utopie?« Das Titelbild zeigt links die Schauspielerin Sharon Tate, prominentes Opfer der Manson-Family, in der Mitte das berühmte Woodstock-Paar Bobbi und Nick Ercoline und rechts die Musiker Janis Joplin und Jimi Hendrix. zum Artikel 

Immer wenn Afrikakorrespondent Bartholomäus Grill nach Ruanda fährt, begleiten ihn Schuldgefühle. Denn vor 25 Jahren hat er wie so viele Journalisten über den Traum Afrikas berichtet – aber den furchtbarsten Albtraum in der postkolonialen Geschichte des Kontinents weitgehend ignoriert: den Völkermord, der in dem kleinen zentralafrikanischen Land geschah, während in Südafrika Nelson Mandela und das Ende der Apartheid gefeiert wurden. »Es war das größte Versagen in meinen 30 Jahren in Afrika«, sagt Grill. In diesem Heft beschreibt er, wie deutsche Restauratorinnen in der Genozid-Gedenkstätte Murambi mit modernen Methoden die Überreste damaliger Opfer konservieren. zum Artikel 

Als bislang einzige deutsche Journalistin durfte Frankreichkorrespondentin Britta Sandberg die Baustelle von Notre-Dame besuchen – in Sicherheitsschuhen und einem wasserfesten Overall, der vor Blei schützen soll, das durch den Brand des Kirchendachs freigesetzt wurde. Um den Wiederaufbau der Kathedrale ist inzwischen eine heftige Diskussion entstanden. Insbesondere um die Rekonstruktion des eingestürzten neugotischen Vierungsturms auf dem Dach – sollte man ihn aus Glas wiederauferstehen lassen oder dem historischen Vorbild entsprechend? Sandberg, der Moderne sonst nicht abgeneigt, ist für Letzteres: »Es gibt genügend andere Optionen beim Wiederaufbau, wo zeitgenössische Architektur einen Platz bekommen könnte.« zum Artikel 

Seit mehr als 1500 Jahren prägen Juden die deutsche Geschichte. Doch Hass und Gewalt zerstörten immer wieder das Miteinander, vom Mittelalter bis zum Holocaust. SPIEGEL GESCHICHTE beschreibt in seiner neuen Ausgabe »Jüdisches Leben« die wechselhafte Beziehung zwischen Juden und Nichtjuden in Deutschland, erklärt, wie Jiddisch zur Weltsprache wurde, und lässt Holocaust-Überlebende erzählen, die Deutschland – trotz allem – nie verlassen haben. Das Heft erscheint am Dienstag.

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