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Hausmitteilung Titel / Hongkong / Priester / »DEIN SPIEGEL«

aus DER SPIEGEL 34/2019
Blech

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Foto: MARIA IRL

An der Discounterkasse war der kleinste Artikel im Einkaufswagen von Jörg Blech der teuerste: ein Döschen Gesichtscreme für 9,45 Euro, dafür kriegt man bei Aldi sonst schon beinahe eine Flasche Champagner. Aber die Creme versprach sichtbar weniger Falten, und das schon nach vier Wochen. Spiegel-Autor Blech wollte wissen, ob das stimmen kann. Halten die immer neuen Anti-Aging-Produkte, was sie verheißen? Blech befragte Hautexperten, las Studien und besuchte die Zentrale von Gelita, einem führenden Hersteller sogenannter Schönheitskollagene. »Die Kosmetikindustrie forscht so lange, bis sie irgendeinen signifikanten Effekt findet, mit dem sie werben kann«, sagt Blech. In der Titelgeschichte beschreibt er, ob diese Effekte für den Verbraucher tatsächlich einen Nutzen haben und wozu kritische Dermatologen raten, um die Haut jung zu halten. Zum Artikel 

Im aufgewühlten Hongkong trafen sich diese Woche zwei Spiegel-Korrespondenten, die aus den beiden bevölkerungsreichsten Ländern der Erde berichten – Laura Höflinger aus Indien und Bernhard Zand aus China. Beide Staaten sind aktuell mit Krisen konfrontiert, Indien in Kaschmir und China in Hongkong. Kein Zufall, sagt Zand: »Neu-Delhi und Peking wollen ihren Einfluss ausdehnen; ein Trend im Zeitalter des Neo-Autoritarismus.« Höflinger, die eigentlich zurück nach Indien wollte, um über Kaschmir zu berichten. Sie kam nicht aus Hongkong heraus, weil Demonstranten den Flughafen besetzt hatten. Ins Kaschmirtal reiste Spiegel-Mitarbeiterin Sunaina Kumar. Sie erlebte, wie es sich anfühlt, im 21. Jahrhundert von der Außenwelt abgeschnitten zu sein: Indiens Regierung hat die Telefon- und Internetverbindungen in der Himalaja-Region gekappt. Zum Artikel 

Zehn Bistümer schrieb Redakteur Maik Großekathöfer an, auf der Suche nach einem Priesterkandidaten, den er würde begleiten können. Ihn interessierte, wer heute noch bereit ist, ohne Frau und Kinder zu leben, um die »Frohe Botschaft« zu verkünden. Zwei Bistümer meldeten sich gar nicht zurück, sechs sagten ab. Acht Tage verbrachte er schließlich im Borromaeum, dem bischöflichen Priesterseminar in Münster. Großekathöfer, der vor mehr als 20 Jahren aus der Kirche ausgetreten ist, war überrascht, wie viele Gebete er noch mitsprechen konnte. Unter anderem betete er mit dem Priesteranwärter Maximilian Heuvelmann, der ihn beeindruckte: »Ein junger Mann, der einen kritischen Blick auf seine Ausbildung hat und überzeugt ist, dass sich die katholische Kirche verändern muss.« zum Artikel 

Wie kommt man zu einer gerechten Entscheidung, beim Teilen von Gummibärchen, aber auch von Steuermilliarden? Dieser Frage geht die Titelgeschichte der neuen Ausgabe von »Dein SPIEGEL« nach, dem Nachrichten-Magazin für Kinder, die am Dienstag erscheint. Außerdem ab Donnerstag am Kiosk: eine Mischung aus alten und neuen Beiträgen zum 80. Jahrestag des Kriegsbeginns am 1. September 1939. Mehr als 60 Millionen Menschen starben im Zweiten Weltkrieg. Muss diese Geschichte immer wieder erzählt werden? Ja. Als Mahnung. »Ich habe 50 Jahre benötigt, bis ich darüber reden konnte«, sagt die Auschwitz-Überlebende Bronia Brandman in der neuen SPIEGEL EDITION GESCHICHTE.

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