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Hausmitteilung Titel / Frontex / Xinjiang / SPIEGEL WISSEN

aus DER SPIEGEL 6/2021
Bartz, Leogrande, Hesse

Bartz, Leogrande, Hesse

Foto: Florian Generotzky / DER SPIEGEL

Als die SPIEGEl-Redakteure Tim Bartz und Martin Hesse den ehemaligen Wirecard-Manager Jörn Leogrande in München zum Gespräch trafen, glaubten sie, eigentlich schon so ziemlich alles über den Jahrhundertskandal zu wissen: das unfassbare Ausmaß des Betrugs, die Chuzpe des Vorstandschefs Markus Braun, die Flucht des Masterminds Jan Marsalek, das Versagen von Wirtschaftsprüfern, Aufsicht und Politik. Aber je länger Leogrande sprach, desto mehr hatten Bartz und Hesse das Gefühl, zum ersten Mal mittendrin zu sein in dem Krimi um den Finanztechnologiekonzern aus Aschheim. Ein SPIEGEL-Team wertete für die Titelgeschichte zudem Tausende interne Mails aus und stieß auf ein Video, das dokumentiert, wie der Möchtegernvisionär Braun alle an der Nase herumführte. »Es war wie im Märchen von des Kaisers neuen Kleidern. Erst am Ende sahen alle, dass der Wirecard-Herrscher nackt war«, sagt Hesse. zum Artikel 

Im vergangenen Herbst berichtete der SPIEGEL, dass Europas Grenzschutzagentur Frontex in illegale Rückführungen von Flüchtlingen, sogenannte Pushbacks, in der Ägäis verstrickt ist. Die EU-Antibetrugsbehörde Olaf leitete daraufhin Ermittlungen gegen Frontex ein, auch das EU-Parlament prüft die Vorwürfe. Die SPIEGEL-Redakteure Giorgos Christides, Steffen Lüdke und Maximilian Popp haben nun mit Frontex-Mitarbeitern gesprochen und interne Dokumente ausgewertet. Die Krise bei Frontex, so stellten sie fest, beschränkt sich nicht auf Pushbacks, es geht offenbar auch um Mobbingvorwürfe gegen Frontex-Chef Fabrice Leggeri, mögliches Missmanagement und finanzielle Unregelmäßigkeiten. »Frontex soll Europas Grenzen kontrollieren«, sagt Lüdke, »doch die Agentur ist selbst außer Kontrolle.« zum Artikel 

Mehr als eine Million Uigurinnen und Uiguren werden in Umerziehungslagern in Xinjiang im Nordwesten Chinas festgehalten, Peking betrachtet die Muslime als Staatsfeinde. Zu den wenigen, die aus den Lagern entkommen konnten, zählt die ehemalige Ingenieurin Gulbahar Haitiwaji. SPIEGEL-Redakteurin Katrin Kuntz traf die 54-jährige Uigurin jetzt in Paris. Haitiwaji erzählte von Schlafentzug, von Zwangsimpfungen und wie sie in der Haft genötigt wurde, Chinas Präsidenten Xi Jinping zu preisen. Kuntz hatte bereits in Kasachstan ehemalige Lagerhäftlinge getroffen, aber Haitiwaji, so sagt die Redakteurin, verbinde mit ihren Berichten auch eine politische Botschaft: »Sie appelliert an die internationale Gemeinschaft, China entschlossener entgegenzutreten.« zum Artikel

Wie sieht es aus, das Rezept für eine glückliche Ehe? Wie finden Paare trotz aller Gegensätze einen gemeinsamen Weg? Antworten darauf geben Experten in SPIEGEL WISSEN »Lieben lernen«, das ab Dienstag im Handel ist. Ebenfalls am Dienstag erscheint das neue Heft des Nachrichten-Magazins für Kinder »Dein SPIEGEL«. Die Titelgeschichte zeigt, wie Kinder mit der Corona-Pandemie umgehen. Die meisten haben zahlreiche Wochen des letzten Schuljahres zu Hause verbracht, viele mussten mit den Eltern Deutsch und Mathe pauken. Und SPD-Politiker Karl Lauterbach erklärt im Kinder-Interview, was Schulen und Politiker besser machen müssen – und wie wir die Pandemie endlich loswerden.

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