Zur Ausgabe
Artikel 2 / 60
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel

Hausmitteilung Titel / Dieselskandal / AfD / Avicii

aus DER SPIEGEL 17/2019
Vosper, Pieper

Vosper, Pieper

Foto: J. HALLERG-CAMPBELL / DER SPIEGEL

Im Mainzer Dom erlebte Redakteur Dietmar Pieper als junger Mensch viele heilige Messen. Er ist katholisch aufgewachsen, die Kirche war selbstverständlicher Teil seines Alltags. Als Pieper nun für die Titelrecherche in seine Heimat zurückkehrte, schaute er mit anderen Augen auf die sakrale Pracht. Ein Christ glaubt an Gott, die Auferstehung von Jesus Christus und das ewige Leben? So einfach ist es nicht mehr. Viele Menschen in Deutschland bekennen sich zwar noch zum Christentum. Mehr als ein Drittel der Kirchenmitglieder jedoch hält Jesus nicht für Gottes Sohn. Wie weit die Auflösung des Christlichen unter dem Dach der Kirche gehen kann, erfuhr Pieper im kanadischen Toronto. An der Spitze einer Gemeinde steht dort die Pastorin Gretta Vosper. Sie sagt: »Ich bin Atheistin.« zum Artikel 

Es wird enger für Topmanager von Volkswagen, die deutsche Justiz geht im Dieselskandal härter vor. Aber dass der Abgasbetrug 2015 aufflog, ist vor allem einem Amerikaner zu verdanken: Alberto Ayala, damals Vizechef der kalifornischen Umweltbehörde CARB, blieb hartnäckig und löste schließlich einen der größten Wirtschaftsskandale der Nachkriegsgeschichte aus. Redakteur Simon Hage besuchte Ayala in Kalifornien und traf einen Mann, der sich vorwirft, die Manipulationen nicht schon deutlich früher entlarvt zu haben. »Dabei könnte er stolz sein«, sagt Hage. In den USA musste VW mehr als 20 Milliarden Euro bezahlen, in Deutschland hat die Staatsanwaltschaft Braunschweig Anklage gegen den früheren VW-Chef Martin Winterkorn erhoben. Wie sich das Netz der Ermittler immer weiter zuzieht, lesen Sie  hier .

Als sich vor wenigen Monaten eine Berliner Waldorfschule weigerte, das Kind eines AfD-Politikers aufzunehmen, entbrannte eine Debatte: War das konsequentes Handeln gegen Mitglieder einer Partei, die sich immer wieder rassistisch äußert und gegen Minderheiten hetzt? Oder ein Zeichen von Verunsicherung? Fünf Redakteure gingen der Frage nach, wie mit AfD-Mitgliedern umzugehen ist, die sich in Sportvereinen, Kirchengemeinden oder Gewerkschaftsverbänden engagieren. Rauswerfen oder integrieren? »Es gibt nicht die eine richtige Antwort«, sagt Christopher Piltz, einer der Kollegen, »aber miteinander reden scheint nie verkehrt zu sein – man muss ja dabei nicht die eigene Haltung aufgeben.« zum Artikel 

Die meisten kennen seine Musik, aber nicht alle wissen, dass sie von ihm ist: Der Schwede Tim Bergling produzierte unter dem Künstlernamen Avicii Hits wie »Wake Me Up«, »Levels« oder »Hey Brother«. Er war ein Superstar des Onlinezeitalters, hatte eine Villa in Hollywood und Millionen Follower im sozialen Netz. Am 20. April 2018 nahm sich Bergling das Leben, er war 28 Jahre alt. Redakteur Felix Hutt reiste nach Gran Canaria und traf Berglings Vater Klas, der sich bis heute fragt, ob er etwas übersehen hat. Hutt begab sich auf Spurensuche in Stockholm, wo Tim Bergling aufgewachsen war, sprach mit Freunden und Geschäftspartnern. »Er war ein musikalisches Genie, ein großartiger Produzent«, sagt Hutt, »aber am Leben als exponierter DJ ist er zerbrochen.« zum Artikel 

Verwandte Artikel
Zur Ausgabe
Artikel 2 / 60
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.