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Hausmitteilung Titel / Clubhouse / NRW-Affäre / Ijeoma Oluo

aus DER SPIEGEL 5/2021
Zajac, Piltz

Zajac, Piltz

Foto: Jakob Studnar

Als Redakteur Christopher Piltz in Duisburg den Zoofachhändler Norbert Zajac besuchen wollte, empfahl der am Telefon, genug Zeit mitzubringen. Sieben Stunden dauerte dann der Rundgang durch Zajac' Zoofachhandel, einen der größten der Welt. Während der Corona-Pandemie boomt die Branche, denn Tiere tun Menschen gut, sie können Leben retten, Krankheiten verhindern. Ein Spiegel-Team recherchierte, woher die enge Bindung stammt. So besuchten die Redakteurinnen und Redakteure zum Beispiel eine Klinik mit Therapiemeerschweinchen und eine Frau, die nach dem Tod ihrer Tochter Trost bei einer Katze fand. Auch Politiker schätzen die haarigen Begleiter. Der frühere Präsident der EU-Kommission Jean-Claude Juncker etwa erzählt, er vermisse es, während der Pandemie die Menschen nicht mehr umarmen zu können. Da sei er froh, seinen Hund zu haben. Der Name? »Caruso.« zum Artikel 

Journalisten und Politiker treffen sich derzeit gern im sozialen Netzwerk Clubhouse zum Schwätzchen. Was sich dort oft informell anfühlt, kann von Tausenden Zuhörern verfolgt werden. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) stolperte bereits über die suggerierte Intimität, als er über das »Merkelchen« witzelte. Die Redakteure Valerie Höhne und Timo Lehmann haben auf Clubhouse mit Kevin Kühnert (SPD), Jamila Schäfer (Grüne) und Ria Schröder (FDP) über das Netzwerk gesprochen und darüber, warum es gerade jetzt als Eckkneipen-Ersatz taugt. »Clubhouse ermöglicht wieder spontane Begegnungen. Das kann in der Krise helfen«, sagt Höhne. zum Artikel 

Dass Steuerfahnder ihren Kollegen im Finanzamt bescheinigen, sie stünden der »konstruktiven Bearbeitung« eines Kriminalfalls im Wege, ist eher selten. Doch das ist nur eine von vielen Ungereimtheiten in einem Strafverfahren, dem die Redakteure Jörg Diehl und Gunther Latsch nachgegangen sind. Hauptbeschuldigter ist der Gründer eines Duisburger Migrantenhilfe-Vereins, der nach jahrelangen Ermittlungen gestand, mehr als zwei Millionen Euro aus der Vereinskasse verprasst zu haben. Mehrfach, so die Fahnder, seien sie ausgebremst worden. Es erwecke »den Eindruck, dass eine bislang nicht greifbare Verbindung zwischen Politik, Verwaltung und Flüchtlingshilfe« existiere. »Ob der Beschuldigte schlicht dummdreist war oder tatsächlich einflussreiche Freunde hatte, muss nun wohl das Duisburger Landgericht klären«, sagt Latsch. Dort hat die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben. zum Artikel 

Nachdem im Mai in Minneapolis George Floyd unter dem Knie eines weißen Polizisten gestorben war, bemerkte Redakteur Philipp Oehmke, dass viele Amerikaner zu einem bestimmten Buch griffen. »So You Want to Talk About Race«, geschrieben von der afroamerikanischen Autorin Ijeoma Oluo. Es erhellt, was mit »systemischem Rassismus« gemeint ist. Jetzt ist wieder ein Buch von Oluo erschienen. Diesmal geht es um »die gefährliche Hinterlassenschaft eines weißen männlichen Amerikas«, wie es im amerikanischen Untertitel heißt. Weiße Männer müssten ihre Macht abgeben, findet Oluo. »Ein seltsames Gefühl, jemanden zu interviewen, der auf Hunderten von Seiten darlegt, warum man eigentlich gar nicht als Interviewer antreten dürfte«, sagt Oehmke. zum Artikel 

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