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Hausmitteilung Titel / SPIEGEL Biografie

aus DER SPIEGEL 48/2015
Scheuermann (l.) in Paris

Scheuermann (l.) in Paris

Foto: Philippe Poupin / Der Spiegel

Die Anschläge von Paris, daran war von Anfang an kaum ein Zweifel möglich, galten nicht nur einer Stadt; die Terroristen wollten ein Lebensgefühl treffen, die Idee von Freiheit und Toleranz. Noch in der Nacht vom Freitag machte sich der SPIEGEL auf die Suche nach Informationen über die Attentäter und ihre Opfer und nach den Hintergründen der Tat. Ein Team von 25 Reportern von SPIEGEL, SPIEGEL ONLINE und SPIEGEL TV recherchierte in und um Paris ebenso wie in Brüssel, das sich als Rückzugsraum des europäischen Extremismus erweist. Sie suchten die Verstecke auf und besuchten die Familien und Nachbarn der Terroristen. Die Terroristen haben sich zwar dem IS verschrieben, entstammen aber jener Gesellschaft, die sie nun treffen wollten. SPIEGEL-Redakteur Rafael Buschmann, der Freitagnacht nur wenige Meter vom Musikklub Bataclan entfernt stand, in dem die Terroristen mehr als 90 Menschen töteten, fuhr zusammen mit Katrin Kuntz in den Brüsseler Stadtteil Molenbeek, wo sie den Onkel und die Tante von Brahim und Salah Abdeslam trafen. Die Brüder sind verdächtig, an den Anschlägen beteiligt gewesen zu sein. Julia Amalia Heyer befragte den Islamforscher Olivier Roy. Christoph Scheuermann sprach mit der Betreiberin des angegriffenen Restaurants Le Petit Cambodge. Christoph Reuter, gerade für sein Buch »Die schwarze Macht. Der 'Islamische Staat' und die Strategen des Terrors« mit dem Sachbuchpreis von NDR Kultur ausgezeichnet, analysiert die Strategie der Terrormiliz und erklärt, warum der IS ausgerechnet jetzt zuschlägt, obwohl europäische IS-Zellen vermutlich schon seit einiger Zeit existieren. SPIEGEL-Reporter Ullrich Fichtner lebt mit seiner Familie seit zwölf Jahren in Paris. »Die Attentäter«, sagt er, »haben sich ein Stadtviertel und ein Milieu zum Ziel gewählt, deren Lebensfreude und Freiheitswille vielleicht am ausgeprägtesten sind.« Das Titelbild zeigt Menschen vor einem Gedenkgottesdienst in der Kathedrale Notre-Dame. Im Hintergrund ist die Polizeipräfektur zu sehen. zum Artikel 

Fichtner, Heyer, Rohr in Paris

Fichtner, Heyer, Rohr in Paris

Foto: Andreas Wassermann / Der Spiegel
Buschmann, Kuntz in Brüssel

Buschmann, Kuntz in Brüssel

Foto: BENOIT CHATTAWAY / Der Spiegel

Als Helmut Schmidt am 10. November starb, würdigte der SPIEGEL den Altbundeskanzler als »Jahrhundertmann«. Weil die Länge und die Dichte seines Lebens ihn zur historischen Figur gemacht haben, widmet ihm die Redaktion eine Sonderausgabe: SPIEGEL Biografie mit dem Titel »Helmut Schmidt – Der letzte Staatsmann« versammelt Fotos und Glanzstücke aus dem SPIEGEL-Archiv ebenso wie neu verfasste Beiträge und Nachrufe prominenter Weggefährten. Der Pianist und Dirigent Justus Frantz erinnert sich daran, wie er Schmidt Klavierunterricht gab, der frühere FDP-Vorsitzende Hans- Dietrich Genscher und die ehemalige FDP-Politikerin Ingrid Matthäus-Maier blicken auf das Ende der sozialliberalen Koalition zurück. Das Heft umfasst 132 Seiten und erscheint am 19. November.

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