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Hausmitteilung Titel, Doping, Dein Spiegel

aus DER SPIEGEL 3/2017
Seith

Seith

Foto: HC PLAMBECK / DER SPIEGEL

Die meisten Paare reden heute sehr offen miteinander, etwa über sexuelle Vorlieben, nur ein Thema sparen sie oft aus: Geld. Die Frage, »Was ist Dein und was ist Mein?«, gilt als das letzte Tabu in vielen Beziehungen. Vor allem für Frauen kann das verhängnisvoll sein. »Wie viel kann ich arbeiten, ohne meinem Kind zu schaden? Darüber diskutieren junge Mütter oft und heftig. Die Frage aber, wie viel sie arbeiten sollten, um sich eine eigene Altersvorsorge aufzubauen, verdrängen sie häufig«, sagt Anne Seith, die zusammen mit Silvia Dahlkamp, Isabell Hülsen und Ann-Katrin Müller recherchiert hat, warum die meisten Paare, ob gewollt oder nicht, bei der klassischen Rollenverteilung landen: Er verdient das Geld, sie kümmert sich um den Haushalt und die Kinder. In kaum einem anderen Industrieland sind Frauen finanziell derart abhängig von ihrem Mann wie bei uns; in kaum einem ist ihr Armutsrisiko größer. »Familienpolitische Maßnahmen wie das Elterngeld konnten an den Verhältnissen wenig ändern«, schreiben die Autorinnen, »sie werden von Gesetzen wie dem Ehegattensplitting konterkariert.« Sie kommen zu dem Schluss: Eine Frau zu sein und Mutter zu werden, ist ein ökonomisches Wagnis.zum Artikel 

Eberle, Buschmann, Henrichs

Eberle, Buschmann, Henrichs

Foto: Iris Carstensen / Der Spiegel

Im September veröffentlichte die Hackergruppe »Fancy Bears« auf ihrer Website interne Dokumente der Welt-Anti-Doping-Agentur, darunter befanden sich auch medizinische Daten von Topathleten, die kurz zuvor bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro Medaillen gewonnen hatten. Rafael Buschmann nahm daraufhin per E-Mail mit den Hackern Kontakt auf, aber es vergingen drei Monate, bis sie zurückschrieben: ob der SPIEGEL Interesse an vertraulichen Unterlagen habe? Er hatte. Es kamen fünf Datenpakete in Hamburg an, PDF-Dateien und Word-Dokumente sowie mehrere Hundert E-Mails von Mitarbeitern der amerikanischen Anti-Doping-Agentur Usada. Lukas Eberle, Christoph Henrichs, Gerhard Pfeil und Buschmann prüften zunächst, ob das Material echt ist, dann werteten sie es aus. Die Daten liefern einen tiefen Einblick in die Arbeit der Dopingjäger, wie sie taktieren und zupacken. »Sie haben einen Job, der dem von Geheimagenten ähnlich ist«, sagt Eberle, »leider ist ihre Erfolgsquote verschwindend gering.« zum Artikel 

Wäre der Oberschenkelknochen eines Menschen stabil genug, um ein Auto zu tragen? Und falls ja, was für ein Auto? Haben wir wirklich nur fünf Sinne? Und warum landet unser Essen auch dann im Magen, wenn wir es im Kopfstand verspeisen? Dein Spiegel, das Nachrichten-Magazin für Kinder, präsentiert in der Titelgeschichte 50 Fakten zum Staunen über den Körper des Menschen. Außerdem erklärt das Magazin, wie ein Buch entsteht – von der Idee bis zum bedruckten Papier. Die neue Ausgabe erscheint am kommenden Dienstag.

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