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Hausmitteilung Titel, Kermani, SPIEGEL GESCHICHTE

aus DER SPIEGEL 4/2016
Alasad, Feldenkirchen

Alasad, Feldenkirchen

Ein Selfie ist zum Inbegriff deutscher Willkommenskultur geworden und zugleich mitverantwortlich für Angela Merkels momentane Lage, näher am Abgrund zu sein als jemals zuvor in ihrer Zeit als Bundeskanzlerin: Das Foto, aufgenommen in Berlin, zeigt sie lächelnd, und direkt neben ihr steht Hassan Alasad, Flüchtling aus Syrien, untergebracht in einer Erstaufnahmeeinrichtung. Markus Feldenkirchen hat Alasad getroffen, auch ein Selfie gemacht und mit ihm über Merkel gesprochen. Feldenkirchen und René Pfister ergründen in der Titelgeschichte dieses Hefts, welche Motive die Kanzlerin bei ihrer Flüchtlingspolitik antreiben und warum sie nicht einlenkt. Dabei sprachen sie auch ausführlich mit ihren Kontrahenten in dieser Sache, Wolfgang Schäuble und Horst Seehofer. Ergänzt wird das Titelstück durch die Texte zweier Redakteure, die ihre Meinung zu Merkel geändert haben: Tobias Rapp, früher Merkel-Gegner, und Jan Fleischhauer, früher Merkel-Unterstützer, beschreiben, warum sie jetzt im jeweils anderen Lager stehen. zum Artikel 

Kermani, Gorris

Kermani, Gorris

Foto: MAJID MOUSSAVI / DER SPIEGEL

Zweimal in den vergangenen beiden Jahren war der Kölner Schriftsteller Navid Kermani für den SPIEGEL unterwegs. Seine erste Reise führte ihn in den Irak; seine Reportage, die als dreiteilige Serie veröffentlicht wurde, beschrieb ein zerrissenes Land im Bürgerkrieg. Vergangenen Herbst verfolgte er den Treck der Flüchtlinge durch Europa. Inzwischen gilt der Muslim Kermani als einer der führenden Intellektuellen des Landes, dem im Herbst 2015 der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verliehen wurde. Lothar Gorris besuchte Kermani in seiner Heimat, dem Eigelstein-Viertel in Köln. In der Nähe des Hauptbahnhofs sprachen und stritten die beiden über die Folgen der Silvesternacht, über den IS und Pegida, über Merkel und Europa und auch darüber, dass ausgerechnet ein Friedenspreisträger glaubt, dass man den IS nicht mit Luftschlägen besiegen kann, sondern nur am Boden. »Es wird«, so Kermanis Fazit, »unbequem werden.« zum Artikel 

Fast 500 Jahre lang haben europäische Mächte versucht, über fremde Menschen, fremde Länder zu herrschen. Seefahrer aus Portugal, Spanien, den Niederlanden fanden es selbstverständlich loszusegeln, in der Überzeugung, im Auftrag Gottes zu handeln. Welche Folgen das für die Menschen in den besetzten Ländern hatte, welche Rolle Deutschland spielte, beschreibt die neue Ausgabe von SPIEGEL Geschichte. Neben politischen Analysen bietet das Heft ein Gespräch mit dem Historiker Jürgen Zimmerer über die Mythen der Kolonialzeit. SPIEGEL Geschichte »Die Kolonialzeit« erscheint am kommenden Dienstag.

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