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Hausmitteilung Titel, Narzissmus, SPIEGEL Wissen

aus DER SPIEGEL 26/2016
Scheuermann

Scheuermann

Foto: PETER NICHOLLS / Der Spiegel

Die Nacht von Donnerstag auf Freitag war lang, für Europas Politiker, für die politisch Interessierten auf der ganzen Welt, natürlich auch für Journalisten. Christoph Scheuermann war mit vielen Kollegen in London, Berlin und Brüssel unterwegs, um Fakten und Meinungen zu sammeln zum Brexit, zur Tatsache, dass sich die Briten mehrheitlich für einen Austritt aus der EU entschieden haben. Dieser Tag, der als schwarzer Donnerstag in die Geschichte der EU eingehen wird, bedroht das erfolgreiche Projekt europäischer Integration, er ist zugleich aber nur der Einstieg in den Ausstieg. Vor Großbritannien, vor der EU liegen komplizierte, womöglich quälend lang dauernde Verhandlungen über die genauen Modalitäten des Austritts. Warum es zum Brexit kam, wie es nun weitergehen sollte, beschreibt das Titelstück dieser Ausgabe; der Leitartikel dieses Hefts, ein Essay und zusätzliche Videos und Foto-Reportagen bewerten ebenfalls die Konsequenzen dieser historischen Zäsur. zum Artikel 

Becker

Becker


Es gibt keinen guten Moment, sich einen Arm zu brechen, aber zu den unwidersprochen schlechten gehört ein Arbeitstag, an dem ein Redakteur einen Text mit einer Länge von 4500 Wörtern zu schreiben hat. Das sind rund 32 000 Zeichen, die getippt werden müssen. Tobias Becker hatte gerade den Anfang seines Texts über das Zeitalter des Narzissmus geschrieben, als er sich auf sein Rad setzte, um Hemden aus der Reinigung zu holen. Zehn Stunden später kehrte er mit eingegipstem Arm heim, der Ellenbogen war gebrochen. Becker hielt das zunächst für eine Katastrophe, bis er ein Selfie von sich mit Gips bei Facebook postete, dazu die Zeile »Gipsi King«. Innerhalb weniger Stunden bekam er Dutzende Mails, SMS, Anrufe. »So viel Aufmerksamkeit hätte ich gern immer«, sagt Becker. Seinen Text hat er auch einhändig zeitig genug fertig bekommen. Nun hofft er auf noch mehr Aufmerksamkeit, freut sich auf Leserbriefe – als bekennender Narzisst natürlich besonders auf aufmunternde. zum Artikel 

Zeit ist unser kostbarstes Gut – und schon darum immer knapp. Zum Glück kann man lernen, die Hektik zu zähmen. Wie die Entschleunigung gelingt, erklärt die neue SPIEGEL-WISSEN-Ausgabe »Endlich Zeit!«. Der Grünen-Spitzenpolitiker Robert Habeck plädiert für eine intelligente Zeitpolitik; neue Arbeitszeitmodelle bei Bosch zeigen, wie flexibel heute der Achtstundentag aussehen kann. Doch was wir wirklich wollen, sagt der britische Intellektuelle Tom Hodgkinson, sei Nichtstun. Hodgkinson muss es wissen, er hat den Müßiggang zu seinem Lebensziel erklärt. »Endlich Zeit!« erscheint am Dienstag.

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