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NRW-JUSTIZ Tod am Fensterkreuz

aus DER SPIEGEL 19/2007

Nach dem Foltertod eines 20-jährigen Häftlings in der Justizvollzugsanstalt Siegburg könnte die nordrheinwestfälische Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter (CDU) nun erneut in Bedrängnis geraten. In der Nacht zum Freitag vergangener Woche gelang es einem 21-jährigen Untersuchungshäftling im Kölner Gefängnis »Klingelpütz«, sich am Fensterkreuz in seiner Zelle zu erhängen - obwohl wegen Suizidgefahr besondere Sicherungsmaßnahmen angeordnet worden waren. Der Mann hätte sich demnächst wegen eines Vorfalls im Siegburger Jugendgefängnis vor Gericht verantworten sollen. Bei einer früheren Strafe hatte er dort einen Mithäftling gezwungen, Urin zu trinken. Die Justizvollzugsanstalt Siegburg war im November 2006 in die Schlagzeilen geraten, weil drei Insassen einen 20-jährigen Zellengenossen stundenlang zu Tode foltern konnten, ohne dass Wachen etwas bemerkten. Nach der Tat hatten Oppositionspolitiker den Rücktritt der Ministerin gefordert.

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