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Tony Blair,

aus DER SPIEGEL 2/2003

Tony Blair, 49, britischer Premierminister, zog den Zorn aller Kricket-Fans - und damit wohl den der Mehrheit seiner Landsleute - auf sich. Auf Drängen der Entwicklungsministerin Clare Short ließ Downing Street verlautbaren, dass es besser wäre, wenn das englische Kricket-Nationalteam nicht an den Weltmeisterschaftsspielen in Simbabwe teilnehmen würde. Short hatte in einer Radiosendung gesagt, es sei »schockierend«, dass England in dem krisengeschüttelten Land, das unter der Herrschaft des Diktators Mugabe steht, spielen wolle. Damit brach sie eine stillschweigende Übereinkunft des Kabinetts, in dieser Frage neutral zu bleiben - und das nur sechs Wochen vor dem Ereignis. Mit Blick auf die Formulierung der erzwungenen Boykott-Empfehlung - die letzte Entscheidung liege selbstverständlich bei den Kricket-Verantwortlichen, hieß es - schäumte der Vorsitzende der Professional Kricketers' Association vor Wut: »Ich würde gern sehen, dass Tony Blair richtig Dampf macht oder die Klappe hält!«

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