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aus DER SPIEGEL 4/2007

Fürchte dich nicht

Montag, 20.15 Uhr, ZDF

Maria Simon ("Good Bye, Lenin!«, »Nicht alle waren Mörder") gehört zu den eindrucksvollen Schauspielerinnen der jüngeren Generation, die Emotion, Sachlichkeit und Aggressivität in einer Rolle vereinen können. In diesem spannenden Thriller (Buch: Dirk Salomon, Thomas Wesskamp, Regie: Christiane Balthasar) geht es um Experimente der Bundeswehr, bei denen mit Medikamenten aus Kämpfern angstfreie Killermaschinen gemacht werden sollen. Neben Simon sorgen ihre Kollegen Herbert Knaup, Matthias Brandt und Katja Weitzenböck dafür, dass vor allem die vorzügliche Darstellerleistung im Gedächtnis bleibt.

Der Völkermord an den Sinti und Roma

Mittwoch, 23.30 Uhr, ARD

Gabriele Trosts bewegende Dokumentation erinnert an die Ausgrenzung und Vernichtung der Sinti und Roma. Sechs KZ-Überlebende, damals meist noch Kinder, erzählen von dem, was sie nicht vergessen können: vom süßlichen Geruch verbrannten Menschenfleischs, Zwangssterilisation und dem Lagerarzt Josef Mengele.

Mein Leben - Dani Levy

Samstag, 17.30 Uhr, Arte

Filme machen, meint Dani Levy, könne »jeder Idiot«. Anstrengend sei nur sein größter Kritiker: er selbst. Erstaunlich viel Understatement hat sich einer bewahrt, der seit »Alles auf Zucker« zur Garde der wichtigsten Filmregisseure in Deutschland gehört. Cordula Kablitz-Post begleitet den gebürtigen Schweizer und 49-jährigen Vater beim Fläschchengeben wie beim Fertigstellen seiner Filmkomödie »Mein Führer. Die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler«. Statt verkappter Filmwerbung gibt es offenherzige Statements zu jüdischem Humor, Popularität, den Eheproblemen eines Workaholics sowie der Beziehung mit seiner Ex-Freundin und Schauspielerin Maria Schrader. Ein Porträt, so inspirierend wie ein gutes Gespräch.

Der Marathonmönch von Kyoto

Sonntag, 17.15 Uhr, SWR

Nacht für Nacht macht sich Hoshino Endo, 31, auf den Weg zur Erleuchtung: Er läuft 30 Kilometer auf dünnen Strohsandalen die steilen Pfade des Bergs Hiei bei Kyoto entlang. Nacht für Nacht, sieben Jahre lang, nach sieben Jahren sollen es 84 Kilometer täglich werden. Aufzugeben gestattet sich Hoshino nicht, nicht wegen Verletzungen, nicht wegen eines Taifuns. »Dann sterbe ich.« Um seine Hüfte trägt er die Kordel, mit der er sich in dem Fall das Leben nehmen würde. Zur Halbzeit von Hoshinos Gewaltlauf hat der SWR-Autor Ingolf Baur den Asketen begleitet - ihn und die anderen Mönche der Tendai-Schule: Männer, die drei Monate lang im Kreis gehen, ohne zu schlafen, die 3000-mal »Buddha« sagen, bis ihnen der Heilige höchstpersönlich erscheint.

Tatort: Roter Tod

Sonntag, 20.15 Uhr, ARD

Der »Tatort« um Gewissenlosigkeit im kommerziellen Handel mit Blutplasma (Buch: Horst Freund, Regie: Christoph Stark) lässt zwar nicht vor Spannung das Blut in den Adern stocken. Umso mitreißender aber vermittelt der Krimi mit dem Kommissarsduo Ulrike Folkerts, Andreas Hoppe die radikale Zerstörung eines Lebens durch HIV.

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