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TV-Vorschau

aus DER SPIEGEL 36/2007

Der Foodhunter

Montag, 20.15 Uhr, Arte

Elefantenäpfel stinken zwar beim Öffnen, haben sonst aber wenig mit tierischen Verdauungsrelikten zu tun. Es handelt sich um eine fast vergessene Frucht. Viel zum Staunen gibt es in dieser Dokumentation über den Geschmacksjäger Mark Brownstein, der mit seinen Streifzügen so neugierig macht, dass Arte ihn zum zweiten Mal ins Programm holt, diesmal im XL-Format: In fünf Teilen reist der kulinarische Indiana Jones in die abgelegendsten Gebiete von Indien, Thailand, Laos und Vietnam.

Operation Opec - Terroranschlag in Wien

Mittwoch, 20.40 Uhr, Arte

Nie zuvor befanden sich so viele mächtige Politiker tagelang in der Hand eines Terrorkommandos: 1975 überfallen sechs Terroristen die Opec-Konferenz in Wien und nehmen elf Erdölminister samt Dutzenden Mitarbeitern als Geiseln. Ihr Ziel ist die Ermordung des weltweit mächtigsten Ölministers Ahmed Saki al-Jamani aus Saudi-Arabien. Mit vielen Zeugenberichten und Archivbildern rekonstruiert die spannende Polit-Doku von Dirk Laabs minutiös die fehlgeschlagene Aktion.

An die Grenze

Freitag, 20.45 Uhr, Arte

Regie (Urs Egger), Drehbuch (Stefan Kolditz) und Kamera (Martin Kukula) überzeugen mit der Idee, diese Geschichte vom schrecklichen Dienst der DDR-Grenzer als Geschehen in einer vergifteten Idylle erscheinen zu lassen. Rauschende Laubbäume und frei dahingleitende Greifvögel bilden den optischen Kontrast zu Stacheldraht und Selbstschussanlagen. Auch die Liebesgeschichte zwischen dem in der NVA dienenden Prominentensohn (Jacob Matschenz) und einer jungen LPG-Bäuerin (Bernadette Heerwagen) wird von den mörderischen Pflichten des Grenzregimes überschattet. Herausragend Jürgen Heinrich als Polit-Offizier, dem keine politische Ideologie mehr helfen kann.

Tarragona - Ein Paradies in Flammen

Sonntag, 20.15 Uhr, RTL

Die Schilderung einer äußeren Katastrophe in moralischer Absicht ist legitimer Fernsehstoff. »Das Wunder von Lengede«, »Dresden«, »Die Sturmflut« sind gelungene Beispiele von dramatischen Geschichten, die mit Bildern von Tod und Zerstörung zugleich den Blick für Charakter und Moral in der Stunde großer Not schärfen wollen. Peter Keglevic (Regie) und Timo Berndt (Buch) brauchen im ersten Teil viel Zeit, um das Leben auf dem spanischen Campingplatz zu schildern und die dramatischen Knoten - ein homosexueller Sohn sucht den Segen des krebskranken Vaters (Hanns Zischler), eine Mutlose (Laura Tonke) traut sich was, eine Mutter (Sophie von Kessel) hat gegen den Widerstand der Kinder den Richtigen (Tim Bergmann) gefunden - zu schnüren. Aber wenn der Gaslaster explodiert, wie es sich 1978 in Tarragona mit 215 Toten tatsächlich ereignet hat, zieht der Film den Zuschauer in seinen Bann.

Die RAF

Sonntag, 21.45 Uhr, ARD

Zweiteilige Dokumentation (zweiter Teil: Montag, 20.15 Uhr) von Stefan Aust und Helmar Büchel.

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