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TV-Vorschau

aus DER SPIEGEL 12/2007

Planet Erde: Meereswelten

Montag, 20.15 Uhr, ARD

40 Kamerateams waren an 200 Drehorten unterwegs für die internationale Co-Produktion von BBC, Discovery Channel und anderen Sendern. Als gäbe es keine Überfischung, schöpft dieser Teil der Naturreihe von Alastair Fothergill und Mark Brownlow aus dem Vollen, zeigt Algentürme so hoch wie Häuser und Seesterne, die ihren Magen nach außen stülpen. Satellitenbilder, faszinierende Kamerafahrten und glasklare Makroaufnahmen machen die Dokumentation zu einem lehrreichen Vergnügen.

Ohne einander

Montag, 20.15 Uhr, ZDF

»Was sind wir nur für Eltern«, sagt der Mann. »Grauenvoll«, antwortet seine Ehefrau, und der Zuschauer nickt ergeben. Seltsam unzeitgemäß muten Plot und Psychologie dieser Geschichte an. Dabei machen die Schauspieler ihre Sache gut in der Verfilmung des gleichnamigen Romans von Martin Walser: Ellen (Franziska Walser, die Tochter des Schriftstellers) und Sylvio (Klaus Pohl) geben das Wohlstandspaar am Starnberger See, das sich mit Neurosen, freier Liebe und der wütenden Tochter Sylvi (Vijessna Ferkic) rumschlägt. Doch wo Walser scharfsinnig charakterisiert, zwingen Drehbuch und Regie (Diethard Klante) die Figuren zu seltsamem Paarungsverhalten, das mit dem plötzlichen, wenn auch verdienten Surftod des Hausfreundes (Jürgen Prochnow) endet.

Der geheimnisvolle Schatz von Troja

Montag und Dienstag, 20.15 Uhr, Sat.1

Man kann aus der Figur Heinrich Schliemann schwerlich einen Indiana Jones machen, aber einen dramatischen Abenteuerfilm mit Herzblut und Karl-May-Flair. Fünf Jahre bereitete sich Heino Ferch auf seine Rolle als Geschäftsmann Schliemann vor, der 1868 alles einsetzt, um in der türkischen Erde Troja zu finden. Unter Dror Zahavis Regie ("Die Luftbrücke") bekämpft Ferch als preußischer Dickschädel den Rest der Welt: spöttische Gelehrte, die abweisende Frau (Mélanie Doutey), die er sich gekauft hat. Für den eindrucksvollen TV-Zweiteiler hob man im brandenburgischen Marwitz eine 150 Meter lange und 12 Meter tiefe Ausgrabungskulisse aus.

Alarm für Cobra 11: Auf Leben und Tod

Donnerstag, 20.15 Uhr, RTL

Wenn Wikipedia die Marken der verschlissenen Dienstwagen auflistet, will das schon was heißen: Seit 1996 liefert die Actionreihe über ein Team der Autobahnpolizei Explosionen und Verfolgungsjagden. Mit diesem 90-minütigen Pilotfilm (Buch: Arne Nolting, Martin Scharf; Regie: Axel Barth, Roland Busch) startet RTLs erfolgreichste deutsche Serie in die 18. Staffel, gedreht auf einem 2,3 km langen Autobahnnachbau. Statt Kommissar Tom Kranich (René Steinke) geht der gestählte Gideon Burkhard im Rippshirt mit Partner Semir Gerkhan (Erdogan Atalay) in den Nahkampf. Die neue Staffel sei realistischer, beteuert der Sender - darüber kann man nur lachen.

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