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aus DER SPIEGEL 6/2007

Lebenslinien: Die Eisprinzessin Marika Kilius

Montag, 19.30 Uhr, BR

Sie holte den Rock'n'Roll aufs Eis, wurde mit Hans-Jürgen Bäumler zweimal Welt- und sechsmal Europameisterin im Eiskunstlauf, schmückte unzählige Male die Titelseiten des Teeniemagazins »Bravo«. »Wir waren sportliche Popstars«, sagt Kilius im Film von Elisabeth Mayer, der das Leben der Eisprinzessin, aber auch den Aufstiegsdruck in den fünfziger und sechziger Jahre dokumentiert.

Mode, Mädchen und ein Mann

Montag bis Freitag, 20.15 Uhr, Arte

Alle wollen nur das Eine: kreativ sein. Aber das ist gar nicht so einfach, wenn man wie Melanie nicht mit dem Lehrer kann, wie Jenny auch noch einen Nebenjob hat oder wie Carmen die Mitschülerinnen gegen sich. Ein Jahr lang haben Andrea Hauner und Alina Teodorescu eine Klasse der Deutschen Meisterschule für Mode in München beobachtet und daraus diese sympathische fünfteilige Doku-Serie gemacht (Kamera: Sorin Dragoi). So erstaunlich provinziell die Mädchen manchmal sind, so schnell wachsen sie einem ans Herz.

Durch die Nacht mit ... Amira Casar und Robert Wilson

Dienstag, 0.30 Uhr, Arte

Überraschende, oft charmante Begegnungen zwischen gegensätzlichen Künstlern hat die ungewöhnliche Dating-Serie schon mehrmals arrangiert. Dieser von Mathilde Bonnefoy dokumentierte Abend in Paris bleibt allerdings so unangenehm kühl wie ein falsch temperierter Rotwein. Gleich einem emotionalen Eisblock spendet Theatermacher Robert Wilson, 65, einige Stunden seiner Lebenszeit der Filmschauspielerin Amira Casar, 35 ("Malen oder Lieben"). Aufdringlich unaufdringlich bezirzt sie den Maestro zwecks einer Rolle - mit Erfolg: Nach vornehmem Souper vergleicht der Amerikaner Casar mit Marilyn Monroe und lässt Pläne über ein gemeinsames Projekt verlauten. Wer kein Robert-Wilson-Fan ist, hat da längst Adieu gesagt.

Close to Home: Feuerprobe

Freitag, 21.05 Uhr, Vox

Werbefilmproduzenten für Bausparkassen können von diesem Pilotfilm noch etwas lernen. Mit viel Zeitlupe und dramatischen Bildeffekten tobt sich die von Jerry Bruckheimer produzierte Frauen-Krimi-Serie auf der Kehrseite der scheinbar perfekten amerikanischen Vorgarten-Idylle aus. Leidverzerrte Kindergesichter im Zeugenstuhl, böse Familienväter und misshandelte Frauen gibt's en masse, dazu eine penetrant überforderte Staatsanwältin (Jennifer Finnigan), die heimlich ihre Schwächen auf der Toilette ausheult und versucht, Job und Muttermilch-Abpumpen zu vereinbaren. Diese Feuerprobe wird hart, sehr hart.

Tatort: Das Ende des Schweigens

Sonntag, 20.15 Uhr, ARD

Wenn es einen Preis für den unverständlichsten »Tatort« gäbe, dieser Film (Buch: Jörg von Schlebrügge, Regie: Buddy Giovinazzo) hätte gute Chancen. Rätsel um eine Leiche, Rätsel um eine verquere Vorstellung von Trauerarbeit, Rätsel und Täuschungen, bis der Zuschauer keine Lust mehr hat. Da kann der Kieler Kommissar Borowski (Axel Milberg) noch so grienen und die Polizeipsychologin (Maren Eggert) noch so liebessehnsüchtige Blicke aussenden. Die ARD braucht sich nicht zu wundern, wenn sich mancher Zuschauer ins »Tal der wilden Rosen« (ZDF) absetzt.

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