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»ÜBERANSTRENGEN SIE SICH NICHT, HERR ERHARD«

Unter dem Titel »Erinnerungen 1955 -- 1959« erscheint dieser Tage in der Stuttgarter Deutschen Verlags-Anstalt Konrad Adenauers dritter Memoiren-Band. Adenauer hat dieses »meinem Vaterland« gewidmete Werk unmittelbar vor seinem Tod vollendet, es jedoch nicht mehr -- wie geplant -- im Cadenabbia-Frühjahrsurlaub überarbeiten können. Im 69 Seiten langen Schlußkapitel erläutert der Altbundeskanzler, warum er 1959 zunächst beschloß, für das Amt des Bundespräsidenten zu kandidieren, und dann aus Furcht, Ludwig Erhard könne sein Nachfolger im Palais Schaumburg werden, seine Kandidatur wieder zurückzag. Sein Spiel mit dem höchsten Staatsamt, das den Anfang vom Ende der Ära Adenauer bedeutete, löste nach Adenauers eigenem Urteil nur »eine gewisse Verlegenheit« aus.
aus DER SPIEGEL 43/1967
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