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Hausmitteilung Ukraine / Pofalla / Dein Spiegel

aus DER SPIEGEL 7/2017
Neef bei Slowjansk

Neef bei Slowjansk

Foto: MAXIM DONDYUK / DER SPIEGEL

Von Kiew fährt neuerdings einmal täglich ein Intercity bis kurz vor die Grenze, hinter der die ostukrainischen Separatistenrepubliken liegen. Es ist ein Zug fast nach deutschem Vorbild, für die 800 Kilometer lange Strecke braucht er nur sechs Stunden. Aber dieser Zug scheint der einzige Fortschritt zu sein, der die Ostukraine seit dem Minsker Abkommen im Februar 2015 erreicht hat. Christian Neef reiste mit ihm nach Slowjansk, wo vor knapp drei Jahren der Krieg zwischen Kiew und den pro-russischen Rebellen begann. Er kam in eine Stadt, in der sich trotz des Waffenstillstandsabkommens nicht viel verändert hat – noch immer liegen Kliniken, Häuser und Geschäfte in Trümmern. Arbeit gibt es so gut wie gar nicht. Neefs Erklärung für die desolate Lage: »Die Regierung in Kiew hält fast alle hier für Unterstützer der Separatisten, deshalb hilft sie ihnen nicht.« zum Artikel 

Kann sich ein deutscher Spitzenpolitiker neu erfinden, wenn er die Politik verlässt? Wie geht er um mit dem Verlust der Macht? Was gewinnt er? Was verliert er? Fragen wie diese hoffte Alexander Osang beantworten zu können, als er begann, für ein Porträt Ronald Pofallas zu recherchieren, früher Kanzleramtsminister von Angela Merkel, nun Spitzenmanager der Deutschen Bahn. Es war ein Vorhaben, von dem Pofalla anfangs nicht begeistert war. Während einer Reise nach Sankt Petersburg redete er drei Tage lang kein Wort mit Osang. Aber nach und nach taute Pofalla auf und versorgte Osang mit so vielen Details aus seinem Leben, dass der fürchtete, Opfer von Pofallas berüchtigter »asymmetrischer Mobilisierung« zu werden, einer politischen Strategie, bei der das Wahlvolk mit Nebensächlichkeiten eingelullt wird, bis es vergessen hat, worum es überhaupt geht. Je länger Osang ihn begleitete, desto mehr erschien Pofalla wie ein Mann, der sich pausenlos neu erfinden kann. Besonders entspannt wirkte er in den letzten Tagen, als seine Karriereplanung bei der Deutschen Bahn durch den Rücktritt seines Mentors Rüdiger Grube gefährdet war. »Pofalla empfindet Veränderung nicht als Bedrohung, sondern als Chance«, sagt Osang. zum Artikel 

In der Arktis lassen sich die Folgen des Klimawandels beobachten: Die Temperaturen sind gestiegen, stärker als im Rest der Welt. Die Eisflächen auf dem Polarmeer schrumpfen. Dein SPIEGEL, das Nachrichten-Magazin für Kinder, erklärt in der neuen Ausgabe, welche Folgen das hat und worauf Wissenschaftler den Klimawandel zurückführen. Wie der Alltag in der Arktis aussieht, schildert ein 13-jähriges Inuitkind. Außerdem im Heft (und nicht nur für Kinder sehr lustig): ein Bericht über zu Recht ausgestorbene Sportarten, zum Beispiel das Ringen mit einem Oktopus. Dein SPIEGEL erscheint am Dienstag.

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