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Briefe

Unglaubliche Unverfrorenheit
aus DER SPIEGEL 22/2007

Unglaubliche Unverfrorenheit

Nr. 20/2007, Regierung: Schwarz-Rot verzettelt sich im Kampf um die Volksgesundheit

Ulla Schmidt und Horst Seehofer werden sich an diesem Thema schmerzhaft verheben, denn es lässt sich nicht mit »Abspecken« und »Problemzonen« erfassen; es sei denn, sie begreifen Übergewicht/Adipositas als eine schwer zu vermeidende und extrem schwer zu behandelnde Krankheit. Der typische Dicke ist nicht der lustige Genussmensch, sondern ein Patient mit meist mehreren Folgekrankheiten, mangelndem Selbstwertgefühl und sozialer Isolation.

BAD ROTHENFELDE PROF. DR. ALFRED WIRTH

EHEM. PRÄS. D. DEUTSCHEN ADIPOSITAS-GESELLSCH.

Noch unglaublicher als die Unverfrorenheit, mit der sich Ministerin Schmidt hinstellt und versucht den Bürgern ein schlechtes Gewissen einzureden, indem sie auf der Basis von ungesicherten und umstrittenen »Erkenntnissen« einen neuen Nebenschauplatz eröffnet, finde ich, dass die deutschen Bürger sich das gefallen lassen. Warum wird nicht lauthals protestiert gegen diesen weiteren Beweis der Inkompetenz und Ignoranz der Ministerin?

BIELEFELD JOHANNA MAI

Ein leider für zu viele Mitbürger lebenswichtiges Thema dient der Politik wieder einmal als Alibi für ganz andere Motive. Leider vermisse ich bei Ihnen den ernsthaften Hintergrund, sonst legen Sie doch den Finger in die Wunde. Eine Gewichtsreduktion senkt das Krankheitsrisiko deutlich. Aber erst krank zu werden und dann abzunehmen (Seehofer), ergibt nicht viel Sinn. Schade, ein Larifari statt ein längst fälliger, erfolgversprechender Lösungsweg.

GRÖBENZELL (BAYERN) DR. WOLFGANG WALTER

Sehr amüsiert habe ich mich über die Abbildungen der Politiker Seehofer, Schmidt, Merkel und Gabriel! Die subtile Kritik wird spätestens dann deutlich, wenn man die Bilder übergewichtiger Kinder erblickt. Der belehrende Ton von Frau Schmidt ("Die Leute sollen mehr Obst und Gemüse essen ...") ist unerträglich.

SCHWEICH (RHLD.-PF.) MARTINA KINN

Mein Rat an alle übergewichtigen Politiker: Fangt bei euch selber an mit dem »Gürtel-enger-Schnallen«. Denn denkt daran: »Fetter Bauch regiert nicht gern.«

BERLIN REGINA KRÖNING

Deutscher Politik scheint der unbezwingbare Wunsch innezuwohnen, dem regierten Volk mit pädagogischen Maßnahmen zur Seite zu stehen, um der schwererziehbaren Masse den rechten Weg in ein glückliches Leben zu weisen.

LAPPERSDORF (BAYERN) PETER NIKISCH

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