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Indonesien Unmut über Suharto-Clan

aus DER SPIEGEL 8/1994

Streiks und Druck durch die USA bringen das Regime des indonesischen Präsidenten Suharto, 72, in Nöte. Washington droht Jakarta mit höheren Zöllen für Waren aus Indonesien, falls in dem südostasiatischen Boomland keine unabhängigen Gewerkschaften zugelassen werden. Suharto versucht, hastig Reformen einzuleiten: Das Militär ist angewiesen worden, Streiks nicht mehr zu unterdrücken, und der Mindestlohn soll auf zwei Dollar pro Tag erhöht werden. Trotzdem wächst in der regierenden Golkar-Partei Unmut am Milliarden-Nutzen, den Suhartos Angehörige aus dem wirtschaftlichen Wachstum Indonesiens ziehen. Suhartos Söhne Tommy und Bambang sind Chefs der größten Industriekonzerne und kontrollieren das Öl-, Gewürznelken- und Reedereigeschäft, während Tochter Tutut die Straßenbenutzungsgebühren für die neue Stadtautobahn Jakartas einstreicht. Tommys jüngster Deal ist der Kauf des italienischen Sportwagenherstellers Lamborghini. Eine Autorennbahn auf Java besitzt er schon.

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