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Jusos Unruhe im SPD-Nachwuchs

aus DER SPIEGEL 37/1993

Mit einer bundesweiten Kampagne sorgen junge Sozialdemokraten aus Rheinland-Pfalz für Ärger in der SPD. In einem Rundbrief an sämtliche Gliederungen der Jungsozialisten plädiert Frank Moritz, Vorsitzender des Juso-Bezirks Rheinhessen, für die Umbenennung der Nachwuchsorganisation in »Junge Sozialdemokraten«. Als erster Bezirk vollzogen die früher linksorientierten rheinhessischen Jusos die Zäsur bereits per - formal unzulässiger - Satzungsänderung. Dem Juso-Bundesvorstand wirft der rheinland-pfälzische Scharping-Fanklub zugleich vor, den neuen SPD-Vorsitzenden nicht zu unterstützen. Mit dem »Verharren auf ewig gestrigen 68er Positionen« sei »fortschrittliche Politik nicht möglich«, schreibt Moritz. Möglicherweise droht jetzt eine Spaltung der SPD-Nachwuchsorganisation (160 000 Mitglieder).

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