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»Unsere Völker sind verrückt geworden«

Wie Indien vor 40 Jahren seine Unabhängigkeit erhielt und was daraus wurde / Von Siegfried Kogelfranz *
Von Siegfried Kogelfranz
aus DER SPIEGEL 33/1987

Krischna Kumari, eine 63jährige Großmutter, sitzt in einem winzigen Raum des »Palika«-Gästehauses im Zentrum der indischen Hauptstadt Neu-Delhi. Sie weint. »Wir leben hier wie Schweine, ich, mein Sohn, die Schwiegertochter und unsere vier Enkelinnen von 3 bis 16 Jahren. Alle in diesem kleinen Zimmer. Dabei hatten wir so ein schönes Haus. Jetzt sind wir Flüchtlinge im eigenen Land.«

Die Familie ist aus Fatehabad, einem Dorf im Pandschab, etwa 40 Kilometer südlich von Amritsar, nach Delhi geflohen. Sikh-Terroristen hatten die Hindus bedroht. Der Sohn, ein Lehrer, erhielt einen Brief, er solle schleunigst aus Fatehabad verschwinden, sonst würde die ganze Familie sterben.

Als immer öfter verstümmelte Leichen von Hindus auf den Feldern gefunden wurden, ergriffen die verbliebenen Hindu-Familien in Panik die Flucht.

Das Haus und die meiste Habe mußten sie in Fatehabad zurücklassen. Was aus ihnen nun weiter werden soll, wissen sie nicht. »Die Behörden sagen, wir sollten zurückgehen , erzählt Krischna Kumari, »aber sollen wir uns denn abschlachten lassen?«

Sie weiß besser als andere, wovon sie redet. Sie erlebt das alles nicht zum erstenmal. Vor vierzig Jahren, als Indien unabhängig wurde, war sie schon einmal vertrieben worden.

Damals lebte die junge Frau mit ihrem Mann, Widja, dem sechsjährigen Sohn Bridsch und zwei Töchtern, die noch Babys waren, im Pandschab-Städtchen Kasur, südlich von Lahore.

Kasur war bei der Teilung des Subkontinents durch die britischen Kolonialherren im August 1947 Pakistan zugeschlagen worden. Moslem-Terroristen fielen über die Hindu-Bevölkerung her. Widja packte Frau und Sohn auf einen Lkw voller Hindu-Flüchtlinge und schickte sie über die nahe Grenze, hinüber nach Indien. Eine Woche später kam er mit den beiden Töchtern nach.

Doch einige Monate später verschwand der Ehemann. Seine Frau glaubt, daß er bei dem Versuch, noch einmal nach Kasur zurückzukehren, um einiges von der Familienhabe zu retten, ums Leben kam.

Sie schaffte es, mit den Kindern ein neues Leben zu beginnen, den Sohn sogar Lehrer werden zu lassen. Jetzt, als Großmutter, steht sie wieder vor dem Nichts - muß sich noch glücklich schätzen, zum zweitenmal davongekommen zu sein. Anderen ist es viel schlimmer ergangen, heute wie damals.

Die Bilder gleichen einander so, als seien sie aus demselben Film. Die Enkel erleben das Grauen, durch das die Großeltern gingen, noch mal, auf dem gleichen blutgetränkten Boden.

Der »Tata«-Bus, verbeult wie alle indischen Busse, randvoll gepackt wie indische Busse immer, war für eine Wallfahrt gemietet worden. Die Pilger, Hindus samt Frauen und Kindern, hatten leere Flaschen und Kupferkannen dabei.

Sie wollten nach Rischikesch, dem Ort, an dem der dort noch saubere Ganges aus den Himalaja-Vorbergen in die nordindische Ebene sprudelt. Dort ist das Wasser der für alle Hindus heiligen »Mutter Ganga« am allerheiligsten. Gangeswasser aus Rischikesch ist Nektar für Leib und Seele des gläubigen Hindu, ein Fläschchen davon am Hausaltar wird wie ein Schatz gehütet.

Diese Pilger kamen nie nach Rischikesch. Fünf Männer stoppten den Bus, fuhren ihn auf ein Feld und schossen mit Maschinenpistolen auf die vor Todesangst schreienden Männer, Frauen und Kinder. Als die Magazine leergeschossen waren, rasten sie davon. 38 Pilger erlagen dem Anschlag.

Bürgerkrieg im Pandschab. Sommer 1987. Terroristen der Sekte der Sikhs metzelten allein im vergangenen Monat in der nordwestindischen Provinz, die sie als ihren Staat reklamieren, insgesamt 72 Buspassagiere nieder, nur weil sie Hindus

waren: Rache für Massaker, die Hindus unter den Sikhs in ganz Indien verübten, nachdem Sikh-Leibwächter am 31. Oktober 1984 die Ministerpräsidentin Indira Gandhi erschossen hatten. Die wiederum hatten mit dem Attentat einen Angriff gerächt, den Indira Gandhi auf den Goldenen Tempel, das Sikh-Heiligtum in Amritsar, befohlen hatte. In Indien rächt sich immer irgendwer für irgendwas an irgendwem.

Vor 40 Jahren, im Sommer 1947, waren andere Terroristen, die »Allahu akbar« ("Gott ist der Größte") riefen, über Mitbürger hergefallen, mit denen sie Generationen lang friedlich zusammengelebt hatten - damals, da es Busse kaum gab, meist in Zügen.

Einer, der »Down Express Nr. 10«, war am 15. August 1947 wie ein Geisterzug in den Bahnhof von Amritsar gerollt. Keine Tür öffnete sich, als der Express hielt, kein einziger Passagier war zu sehen. Dünne rote Rinnsale tropften aus den Ritzen der Waggons.

Es war ein Leichenzug. Abteile und Gänge aller acht Wagen waren voller zerfetzter menschlicher Körper. Abgeschnittene Köpfe lagen neben abgehackten Gliedmaßen, aus aufgeschlitzten Bäuchen quollen die Eingeweide.

Damals waren Moslems in Pakistan die Mörder gewesen. Sie hatten den Zug voller toter Hindus und Sikhs Indien als »Unabhängigkeitsgeschenk« geschickt, wie sie es in weißen Buchstaben an die Waggons gemalt hatten.

Dem Massenmorden folgte damals eine Massenflucht: Millionen Hindus und Sikhs flohen aus dem Westpandschab, der dem unabhängigen Pakistan zugeschlagen worden war, in den Ostpandschab. Millionen Moslems flüchteten vor der Vergeltung der Sikhs und Hindus. Jetzt, in der dritten Generation, fliehen wieder Zehntausende Hindus, von Sikh-Mordbrennern verfolgt, aus dem Pandschab, Sikhs vor den Racheakten der Hindus aus anderen Provinzen Indiens in den Pandschab.

Die Zahl der Opfer des neuen Religionskrieges steigt täglich. Die meisten sind völlig unbeteiligt, haben mit den Ursachen des Hasses nichts zu tun. Mörder und Opfer sprechen dieselbe Sprache, essen die gleiche Nahrung, feiern dieselben Feste. Sie beten nur zu anderen Göttern, kleiden sich etwas anders, pflegen verschiedenes Brauchtum. Das reicht allemal zum Todesurteil, exekutiert von Fanatikern der verfeindeten Volksgruppen .

Aber in Indien schlachten nicht nur Hindus und Sikhs einander ab. Das alte Sprichwort »Was im Pandschab passiert, gilt auch für den Rest Indiens"stimmt immer noch. Das riesige Land, dessen Jahrhundertprophet Mahatma Gandhi mit gewaltlosem Widerstand der britannischen Weltmacht die Freiheit seines Volkes abtrotzte, erstickt vier Jahrzehnte danach förmlich in Orgien von Gewalt.

Überall auf dem Subkontinent zwischen Khaiberpaß und Koromandelküste, den Dschungeln von Assam und dem Arabischen Meer. Von den Höhen des

Himalaja bis zu den Palmenstränden Sri Lankas morden Menschen einander aus politischen oder religiösen Motiven, aus Rassen- oder aus Kastenhaß.

Im Osthimalaja begrüßen sich gedrungene Gebirgler, die als Asiens wildeste Krieger gelten, mit »Dschai Gurkha« - Sieg Gurkha -, streiken und brandschatzen für ein eigenes »Gurkhaland« um die Berg- und Teestadt Darjeeling.

Aus Goa, dem Touristenparadies an der Arabischen See, vertrieben letztes Jahr marodierende Einheimische, die für die Anerkennung ihrer eigenen Sprache in der einstigen portugiesischen Kolonie kämpften, die Neckermänner von den Sandstränden.

In Assam, Indiens Nordosten, schlugen Nationalisten Tausende unerwünschter Zuwanderer tot, als die an einer Wahl teilnehmen wollten. Alle sieben Nordostprovinzen Indiens sind seit der Unabhängigkeit dauernder Unruheherd. Der Bürgerkrieg wütet weitgehend im verborgenen, weil das Gebiet für Ausländer strikt gesperrt ist.

In Bihar, Indiens elendstem und gewalttätigstem Bundesstaat, kämpfen Landlords und Landlose mit gedungenen Mörderbanden um die kargen Felder, blenden Polizisten renitente Häftlinge und ziehen Stammeskrieger der Adhiwasi mit Pfeil und Bogen für ein unabhängiges »Dscharkhand« (Waldland) ins Feld.

Hindus und Moslems fallen fast täglich aus geringstem Anlaß übereinander her - letzten Monat in der Industriestadt Meerut nordöstlich von Delhi. Die Unruhen griffen auf die Hauptstadt über, Militär mußte eingreifen.

Indien, das den gewaltlosen Widerstand erfand und so erfolgreich praktizierte, ist längst zu einer der gewalttätigsten Gesellschaften der Welt geworden. In dem mörderischen Gemeinwesen sterben jedes Jahr über hunderttausend Bürger eines gewaltsamen Todes, vergeht kein Tag ohne politischen Totschlag.

Bedrängte Politiker wehren sich längst nicht mehr mit Worten gegen Kritiker. Indira Gandhi verhängte, als sie ihre Macht bedroht sah, den Ausnahmezustand und sperrte Hunderttausende politischer Gegner ein. Sohn und Nachfolger Radschiw läßt als Antwort auf Korruptionsvorwürfe Schlägertrupps der Parteijugend gegen Oppositionelle los.

Indiens schlechtes Beispiel färbt auf die Nachbarn ab. Das Militärregime in Bangladesch - jenem Staat, den die indische Armee erst schuf- hat sein Heer, soweit es nicht zum Niederhalten der Opposition in den Städten gebraucht wird, in die Hügel von Tschittagong an der Burma-Grenze geschickt, wo es rebellische Bergstämme ausrottet.

In Pakistan, Militärdiktatur aus Tradition, massakrieren Alteingesessene die sogenannten Mohadschiren, Zuwanderer aus Indien in der zweiten Generation. Nomaden im Pathanenland und in Belutschistan schießen sich um karge Weidesteppen mit Afghanenflüchtlingen und träumen von einem eigenen Staat. Auch die Sindhis im Süden Pakistans rufen nach »Sindhudesch« - einem unabhängigen Heimatland.

Auf Sri Lanka vor der Südspitze Indiens morden Singhalesen und aus dem Kontinent zugewanderte Tamilen einander in einem seit vier Jahren andauernden Bürgerkrieg, in dem schon über 6000 Menschen starben. Auch die vor zwei Wochen zugestandene Teilung der Insel zwischen den verfeindeten Rassen brachte keinen Frieden: Tamilen-Extremisten wollen weiterkämpfen, und Singhalesen meutern gegen die eigene Regierung, die ihrer Meinung nach vor den Terroristen kapituliert hat. Indische Armeeverbände

sind beim Nachbarn gelandet, als Garanten des Waffenstillstands, so ihr Auftrag, als fremde Besatzer, argwöhnen erbitterte Singhalesen, die ihren Inselstaat zum indischen Protektorat degradiert sehen.

Das einst unabhängige Himalaja-Fürstentum Sikkim hat sich der große Nachbar längst einverleibt.

Von jenen Ideen und Idealen, die vor vierzig Jahren beschworen wurden, als das unabhängige Indien »zu Leben und Freiheit« erwachte wie sein erster Premier Nehru jubelte, ist nichts geblieben.

Die Lehre der Gewaltlosigkeit ist mit ihrem Propheten Mahatma Gandhi gestorben, der nur wenige Monate nach der Unabhängigkeit ermordet wurde.

Indien, bei dessen Gurus und Yogis, wie etwa beim Bhagwan, zahllose Westler unverdrossen Frieden, Erleuchtung und Erlösung suchen, scheint selbst von allen guten Geistern verlassen.

Wenn Indien heute eine Ideologie hat, ist es die einer neokolonialistischen Großmacht, nach deren Pfeife die Nachbarn gefälligst zu tanzen haben. Die den Nachbarn von Delhi verordnete Pax indica ist zur Bedrohung der Stabilität Südasiens geworden. Wann immer Indien mit sich selbst Schwierigkeiten hat, zittern die Anrainer von Bhutan bis Burma, von Nepal bis Bangladesch. »Pakistan«, schrieb die indische Zeitung »Statesman« letzte Woche, »ist in Südasien die einzige noch verbliebene unabhängige Nation neben Indien« - aber auch dieses Pakistan wurde von Indien schon mit Waffengewalt zweigeteilt.

Und: »Was früher die Briten taten, tun wir nun selbst«, klagt Wischwanath Pratap Singh, von Radschiw Gandhi gefeuerter Finanzminister, zum 40. Jahrestag der Unabhängigkeit, den Indien in dieser Woche begeht. »Sie haben die Reichtümer Indiens geplündert, nun machen wir das gleiche mit unserem Volk, nur, daß wir die Beute in Schweizer Banken verstecken.«

Daß die Ausbeutung durch die Briten, wie in den meisten anderen Kolonien auch, in den Nachfolgestaaten Britisch-Indiens von der Ausbeutung durch die einheimische Oberklasse abgelöst wurde, halten kritische Ökonomen und Soziologen des Subkontinents längst für erwiesen.

Der Anteil der Bevölkerung, der unterhalb der Armutsgrenze in unvorstellbarem Elend vegetiert, hat sich seit Kolonialtagen kaum verändert. Es ist immer noch fast die Hälfte, allerdings hat sich die Zahl der Betroffenen inzwischen mehr als verdoppelt: Vor vierzig Jahren zählte der Subkontinent 400 Millionen Einwohner heute sind es eine Milliarde - ein Rekordbeitrag zur Menschheitskatastrophe Übervölkerung.

Indien-Nostalgie in Literatur und Film decken Elend und Aggressionen zu. Der

Kolossalfilm »Gandhi«, gekonnt gemacht und von Hunderten Millionen auf der ganzen Welt gesehen, idealisierte Indiens Ringen um seine Unabhängigkeit und die Akteure, vor allem den Gewaltlosigkeitsapostel Gandhi, überaus eindrucksvoll. Vielteilige Fernsehserien führen einem staunenden Publikum die Pracht des »Radsch«, der fast zweihundertjährigen Herrschaft Britanniens über den Subkontinent, vor. Dickleibige Memoiren und prächtige Bildbände sparen die häßliche Seite Indiens weitgehend aus - so was verkauft sich schlecht.

So wird auch die Geschichte geklittert, von allen Beteiligten. Was als Großtat politischer und historischer Weitsicht gepriesen wird, Großbritanniens Entschluß, seine größte und reichste Kolonie über Nacht in die Freiheit zu entlassen, diese »Tat eines politischen Genius«, so damals der amerikanische Kommentator Walter Lippmann, gleicht in Wahrheit eher jener »Operation Irrenhaus«, wie Englands vorletzter Vizekönig, der Feldmarschall Wavell, seinen eigenen Plan zur Räumung des Subkontinents treffend genannt hatte.

Großbritannien, vom Weltkrieg ausgeblutet, wirtschaftlich am Boden, vom übermächtigen Verbündeten Amerika bedrängt, blieb damals gar nichts anderes übrig, als sein größtes Kolonialabenteuer schnellstens zu beenden.

London hätte die rebellischen 400 Millionen Asiaten nicht länger unterdrücken können - sowenig wie die Franzosen das ungleich kleinere Indochina, die Niederländer ihr indonesisches Kolonialreich.

Daß die Briten es schafften, den »Transfer of Power«, wie sie jenes dramatische Geschehen vor vier Jahrzehnten unterkühlt umschreiben, als historischen Akt erscheinen zu lassen, mit dem sie die Ära des Antikolonialismus einläuteten, ist ihrem propagandistischen Geschick ebenso zuzuschreiben wie der Ahnungslosigkeit einer Außenwelt, die nichts von Indien wußte und damals ganz andere Sorgen hatte:

Amerika mußte seine totale Kriegswirtschaft auf Friedensbedürfnisse umstellen und war bereits vom beginnenden Kalten Krieg mit Moskau abgelenkt, das zerstörte Europa war mit dem Wiederaufbau beschäftigt, das Niedergehen des Eisernen Vorhangs betraf die Europäer weit mehr als ein Gemetzel weit hinten in Asien.

So war nur wenigen Zeitzeugen das Ausmaß des Dramas bewußt, zu dem es kam, als England das Juwel seines Empire wie eine heiße Kartoffel fallenließ und damit einen Völkermord auslöste, in dem Hunderttausende bestialisch abgeschlachtet wurden, über elf Millionen Menschen ihre Heimat verloren - mit der gleichzeitigen Flucht der Deutschen aus den Ostgebieten immerhin die größte Vertreibung der Menschheitsgeschichte.

Die Akteure dieser Tragödie wurden nie zur Verantwortung gezogen, sie erhielten Orden und Titel, ließen sich von dem Inferno auch das Feiern nicht verderben. Als »einen jener seltenen Augenblicke in der Geschichte, in dem eine Ära endet und die Seele einer lange unterdrückten Nation ihren eigenen Ausdruck findet«, pries Indiens Premier Jawaharlal Nehru die Geburt seines Staates, der zur selben Stunde schon an allen Ecken und Enden brannte.

»Wir haben allen Grund, dem allmächtigen Gott für diese große Gabe dankbar zu sein«, begrüßte der Erbe des kleineren Teils der kolonialen Hinterlassenschaft, Mohammed Ali Dschinnah, sein neugeborenes Pakistan, das derweil damit beschäftigt war, sich seiner andersgläubigen Minderheiten mit Feuer und Schwert zu entledigen.

Der Gewalt, aus der sie geboren wurden, blieben die Staaten des Subkontinents treu. Drei Kriege haben Pakistan und Indien bisher gegeneinander geführt, neuerdings bedrohen sie sich gegenseitig mit Atombomben. Die Teilung geht weiter: Aus den zwei Staaten von 1947 sind durch den Abfall Bangladeschs von Pakistan schon drei geworden, ein Sikh-Staat im Pandschab wäre der vierte und auch Sri Lanka ist de facto, wie Zypern, schon zweigeteilt.

Es gibt nicht viel Grund zum Feiern am 40. Jahrestag der Unabhängigkeit der einstmals größten Kolonie der Weltgeschichte. Auch ist jener 15. August 1947, der seither als historisches Datum gilt, gar nicht der Tag, an dem zum erstenmal die Fahne eines unabhängigen Indien in der Kronkolonie hochgezogen wurde.

Das war, damals in der Welt unbemerkt und dann als störend vergessen, schon drei Jahre vorher geschehen: mitten im Krieg in einem kleinen Dschungeldorf an der burmesischen Grenze.

Dort, in den Arakan-Bergen, hatten im März 1944 Soldaten der »Indischen Nationalarmee« (INA) die rotweißgrüne Flagge des Freien Indien gehißt. Ihr Führer erließ eine Proklamation, daß _(Darsteller der indischen ) _(Unabhängigkeitspolitiker Patel, Gandhi, ) _(Dschinnah, Nehru und Asad. )

nunmehr, da Inder auf indischem Boden gegen die Unterdrücker kämpften, sich ganz Indien gegen die britischen Imperialisten erheben und nicht aufgeben solle, bis der letzte Brite von indischer Erde vertrieben ist. Sein Schlachtruf war »Tschalo Delhi« - »auf nach Delhi!«

Doch die indischen Massen erhoben sich nicht, und nicht die Briten wurden vertrieben, sondern die INA-Einheiten aus den Dschungelweilern, die sie nur für wenige Wochen befreien konnten.

Sie hatten aufs falsche Pferd gesetzt - auf die Verlierer des Großen Krieges.

Bereits 1941 war Subhasch Tschandra Bose, ein Bengale, der anfangs zusammen mit Jawaharlal Nehru und dem Gewaltlosenapostel Mohandask Gandhi die indische Nationalbewegung angeführt hatte, seinen britischen Häschern in Kalkutta entkommen und hatte sich über Afghanistan und die Sowjet-Union nach Berlin durchgeschlagen.

In Deutschland, das er schon in den 30er Jahren besucht hatte (damals heiratete er eine Wienerin), konspirierte Bose mit den Nazis, um mit Hilfe einer über den Kaukasus und durch den Iran vorrückenden Wehrmacht Indien zu befreien. Er stellte aus indischen Gefangenen die beim Afrika-Feldzug in die Hände Rommels gefallen waren, eine »Indische Legion« auf, die ihm und seiner Sache aber wenig Ehre erwies: Rommel wollte die Inder in seinem Afrikakorps nicht haben. Nach Holland versetzt, meuterte die Truppe, die meisten wurden von der Geheimen Feldpolizei verhaftet, der Rest nach Südfrankreich geschickt, wo Boses Beute-Arier sich durch Plünderungen und Vergewaltigungen hervortaten.

Bose, der sich mittlerweile selbst zum »Netadschi« (Verehrten Führer) befördert hatte, organisierte mit Hilfe deutscher Agenten Sabotageakte in Indien - als Vorbereitung zur Befreiung.

Doch die Wehrmacht kam nie weiter als bis zum Kaukasus. Hitler ließ den lästigen Vasallen fallen: »Es werden noch 150 Jahre vergehen, bis Indien zur Selbstregierung reif ist«, erklärte der Führer im Mai 1942 einem geschockten Bose. Der gelernte Verschwörer, der in den dreißiger Jahren schon mit dem Italiener Mussolini, dem Iren de Valera und dem Tschechen Benesch gegen die Briten intrigiert hatte, suchte darauf nach neuen Verbündeten für seinen Kampf um die Befreiung Indiens.

Er fand sie in Asien. Oberst Yamamoto, von der japanischen Botschaft in Berlin, versprach, der Tenno würde tun, was Hitler weder konnte noch wollte.

Tatsächlich waren die Voraussetzungen für den indischen Freiheitskämpfer in Fernost weit günstiger als in Europa. Nippons Armeen standen in Burma an Indiens Ostgrenze. Sie hatten in Singapur und Malaya 60000 indische Soldaten gefangengenommen, die in den britischen Streitkräften gedient hatten. Tausende Inder hatten sich zu einer Exil-Armee gemeldet, die gemeinsam mit den Japanern in Indien einziehen wollte.

Der INA fehlte nur ein tatkräftiger Führer. Im Februar 1943 brachte das deutsche Unterseeboot U-180 Bose und seinen Adjutanten in den Indischen Ozean, wo er vom japanischen U-Boot I-29 übernommen wurde.

In Singapur rief Bose eine »Provisorische Regierung des Freien Indien« aus, die England und den USA den Krieg erklärte. Boses »Asad Hind«-Regierung wurde von Japan, Deutschland, Kroatien, Nationalchina, den Philippinen und Burma anerkannt.

30000 Soldaten der INA, der »Asad Hind Faudsch«, wie Bose sie nannte, marschierten mit den Japanern gen Indiens Grenzen. Bose war sich seiner Sache so sicher, daß er schon Verwaltungskader für das befreite Indien aufstellte, Geld und Briefmarken eines »Asad Hind«, eines »Freien Indien«, drucken ließ und Ministerposten vergab. Seine Exil-Organisation zählte insgesamt an die hunderttausend Mitglieder, darunter auch eine Jugendorganisation und das »Rani of Jhansi«-Regiment, eine Sanitätertruppe von jungen Frauen unter dem Kommando einer Frau - Oberstleutnant Lakschmi Swaminathan.

Doch auch im Fernen Osten wendete sich das Kriegsglück für die Alliierten. Zwischen Exil-Indern und Japanern wucherte Mißtrauen. Japanische Frontkommandanten betrachteten die INA-Truppen als unzuverlässige Hiwis, die nur Handfeuerwaffen und einige alte Geschütze erhielten. Die »Kempetai«, Japans berüchtigte Militärpolizei, terrorisierte die ihrer Meinung nach disziplinlosen Beute-Inder.

Die Japaner stießen auch nicht, wie von Bose vorgeschlagen, auf die Bengalenbucht vor, wo eine Eroberung des Hafens Tschittagong der INA eine bedeutsame Basis mit Signalwirkung für die Entfesselung eines allgemeinen Aufstands zumindest bei Boses bengalischen Landsleuten verschafft hätte.

Aus strategischen Gründen marschierte die Armee des Tenno nach Norden zur Burmastraße, gegen Assam, wo sie die heutige Provinzhauptstadt von Manipur, Imphal, belagerte.

Aber auch Imphal konnten sie nicht nehmen. Ungewöhnlich starker Monsunregen ließ allen Nachschub im Schlamm steckenbleiben. Und die Briten, vom

Auftauchen der Japaner mit einer indischen Quislingsarmee - sie nannten sie »Japanese Indian Forces« (JIF) und hielten ihre Existenz gegenüber ihren loyalen indischen Truppen streng geheim - an der Nordostgrenze ihrer größten Kolonie aufs höchste alarmiert, warfen die Angreifer zurück.

Die Gefahr wurde im letzten Augenblick abgewendet. Teile der indischen Kongreßpartei wandten sich bereits von Gandhi und Nehru ab und setzten auf die Japaner und Bose.

Denn Londons Kriegskabinett unter Winston Churchill verweigerte den indischen Nationalisten jegliches Zugeständnis - getreu Churchills Spruch »Ich bin nicht Premierminister des Königs geworden, um die Liquidierung des Britischen Empire einzuläuten«.

Vizekönig Lord Linlithgow hatte am 3. September 1939 eigenmächtig und, ohne sie zu fragen, im Namen von 400 Millionen Indern Hitler den Krieg erklärt. 1,8 Millionen indische Soldaten bluteten für das Empire in Europa und Asien. Hunderte Millionen Pfund Sterling wurden jedes Jahr für den Krieg der Alliierten aus Indien herausgepreßt. Einer verheerenden Hungersnot in Bengalen, Folge der Kriegswirtschaft, fielen Millionen Menschen zum Opfer.

Amerika, über die Auswirkungen eines aufrührerischen Indien für den Krieg in Asien beunruhigt (die USA hatten auf indischen Basen Zehntausende Soldaten stationiert), drängte die Briten, den Indern Zugeständnisse zu machen.

Präsident Roosevelt, der damals seine »Atlantik-Charta« über die Selbstbestimmung aller Völker nach dem Krieg noch ernst nahm, nervte den Britenpremier Churchill bei allen Treffen mit Vorschlägen für eine Selbstregierung Indiens und empfahl als Muster die US-Verfassung.

Churchill, ein leidenschaftlicher Verfechter des Empire, der die Inder haßte und verachtete ("bestialische Leute mit einer bestialischen Religion"), hielt überhaupt nichts von Selbstbestimmung für Indien - die Atlantik-Charta galt nach seiner Auslegung nur für Europa.

Dennoch schickte er Anfang 1942 den Linkssozialisten Sir Stafford Cripps, später Minister im Kriegskabinett und ein Verfechter indischer Unabhängigkeit, nach Delhi. Doch Cripps'' Vollmachten waren beschränkt, er konnte nur alte, von den Indern längst verworfene Vorschläge und vage Hoffnungen auf die Zeit nach dem Krieg machen.

Zudem spielten die Briten nach ihrem alten Rezept des Teilens und Herrschens: Nicht nur die Kongreßpartei, die sich als nationale Unabhängigkeitsbewegung aller Inder verstand, sollte mitreden, auch die Moslem-Liga und sogar Hunderte von Prinzenstaaten sollten, so London, selbst über ihr Schicksal bestimmen.

Der Kongreß lehnte derlei Pläne leidenschaftlich ab. Gandhi höhnte, er wolle von den Briten keinen »nachdatierten Scheck auf eine Bank, die jetzt schon zahlungsunfähig ist«. Er forderte Cripps auf, wenn er nichts anderes bieten könne, sollte er besser gleich wieder nach Hause fliegen.

Churchill, über den Mißerfolg der Mission keineswegs unglücklich, die für ihn ohnedies nur eine Alibifunktion gegenüber den Amerikanern hatte, beorderte Cripps umgehend zurück.

Gandhi gab dem gescheiterten Unterhändler sein neues Schlagwort mit auf den Weg: »Quit India«, haut ab aus Indien, »überlaßt uns Gott oder auch der Anarchie, aber geht!« Militante Nationalisten folgten dem Aufruf Boses und starteten eine Sabotagewelle in Nordindien. 250 Bahnstationen wurden zerstört, mehr als 500 Polizeistationen und Postämter überfallen. Die Briten reagierten mit drakonischem Gegenterror, warfen Bomben auf angebliche Rebellenverstecke und knüpften gefangene Saboteure öffentlich auf. Mehr als 20000 Inder wanderten hinter Gitter.

Roosevelt war tief enttäuscht. Er erklärte, Amerikas Öffentlichkeit könne Englands Weigerung, Indien die Selbstregierung zu gewähren, nicht akzeptieren, und schickte den Londoner Chef seines Geheimdienstes OSS, William Phillips, als Sonderbotschafter nach Indien.

Der aber durfte auf Anweisung des Vizekönigs Linlithgow nicht einmal mit dem wieder einmal eingesperrten Gandhi, der insgesamt fast sechs Jahre seines Lebens in britischen Gefängnissen verbrachte, sprechen. Phillips berichtete seinem Präsidenten, die Briten allen voran der »psychopathische« Churchill und der »verbohrte Schotte« Linlithgow, dächten gar nicht daran, den Indern irgendwelche Rechte einzuräumen.

Bei einem Treffen in Washington im Juni 1943 fiel daraufhin ein vor Wut rasender Churchill über Roosevelts Abgesandten her und brüllte Phillips an: »Nehmt Indien doch, wenn es das ist, was ihr wollt! Nehmt es euch, verdammt noch mal! Aber ich warne euch, wenn ich die Tür auch nur einen Spaltbreit öffne, dann gibt es dort das größte Blutbad der Weltgeschichte.«

Mitten im Krieg erklärte London daraufhin den Abgesandten seines stärksten Verbündeten zur Persona non grata und forderte Phillips auf, seinen Posten in der britischen Hauptstadt zu räumen. Um den enttäuschten Roosevelt zu beruhigen, der sich selbst beim gemeinsamen Verbündeten Stalin über Englands Sturheit gegenüber den Indern beklagt hatte, löste Churchill immerhin den Vizekönig Linlithgow ab und ersetzte ihn durch den Militär Wavell. Der entließ Gandhi aus der Haft, Fortschritte auf dem Weg zu einer Unabhängigkeit Indiens gab es aber keine.

Teile der Kongreßpartei setzten weiter auf die japanische Karte - Tokio köderte die Inder mit dem Schlagwort »Asien den Asiaten« und versicherte, in Indien keinerlei eigene Interessen zu haben. Die Moslem-Liga unter dem Anwalt Dschinnah verlangte nun offen einen eigenen Staat für Indiens Moslems, die »nach allen Maßstäben internationalen Rechts eine eigene Nation sind«.

Bose und seine Exilregierung traten, wie der Kongreß, für einen indischen Einheitsstaat ein. Sie hatten der INA »alphabetisiertes Hindustani« als Einheitssprache

verordnet, eine nordindische Lingua franca, die auch von den urdusprechenden Moslems verstanden wurde.

»Wir hatten die Einheit Indiens damals praktisch verwirklicht«, erinnert sich P. K. Saghal, Ex-Oberst der INA, den die Briten nach dem Krieg als Hochverräter hinrichten wollten, der aber nach einer Meuterei unter indischen Matrosen und Fliegern in einem aufsehenerregenden Militärgerichtsverfahren freigesprochen wurde.

Der Traum von der Befreiung Indiens durch Bose und seine INA zerstob jedoch mit dem Zusammenbruch des japanischen Weltreichs. Die Trikolore der Asad-Hind-Macht hatte nur wenige Tage über einigen Dschungeldörfern geweht. Führer Bose freilich wollte noch immer nicht aufgeben. Noch nach der Kapitulation Japans versuchte er, von Bangkok aus mit einem japanischen Flugzeug in die Mandschurei zu fliegen, wo er den Beistand der Sowjet-Union für die Befreiung Indiens zu gewinnen hoffte.

Die Maschine stürzte nach einer Zwischenlandung auf Taiwan ab, der schwerverletzte Bose starb in einem Armeespital. Seine Asche ruht in einem japanischen Tempel.

In Kalkutta, dessen Bürgermeister Bose einst war, erinnert heute ein martialisches Reiterstandbild an den »Netadschi«. Seine Soldaten erhalten Pensionen vom indischen Staat.

In Indien stritten sich nach der Niederlage Japans die Briten, Hindus, Moslems und die Prinzen erbittert über geeignete Wege zur Selbstregierung.

Eine Konferenz, die Vizekönig Wavell im Juni 1945 in die Himalaja-Residenz Simla einberief, um eine Übergangsregierung unter Einschluß aller Gruppen zustande zu bringen, scheiterte am Streit zwischen Kongreß und Moslem-Liga. Sie konnten sich nicht einmal über die Auswahl von Delegierten für die Verhandlungen einigen.

Doch da geschah in London etwas, das die Situation schlagartig änderte. Der Kriegsheld und Empire-Verteidiger Winston Churchill verlor die Wahl. Die neue Labour-Regierung unter Clement Attlee war antikolonialistisch - und willens, Indien freizugeben.

Sie schickte eine Parlamentarier- sowie eine Kabinettsmission mit dem 1942 gescheiterten Sir Stafford Cripps nach Indien, um die Möglichkeiten einer schnellen Lösung zu erkunden.

Die Politiker schlugen vor, Indien als lockere Union eines Hindu- und eines Moslemteiles mit einigen autonomen Prinzenstaaten in die Unabhängigkeit zu entlassen. Einen von Dschinnah geforderten eigenen Moslemstaat Pakistan hielten sie für nicht praktikabel, da die Moslems über das ganze Land verstreut waren. Außerdem forderten für den Fall einer Teilung auch die Sikhs im Pandschab ein eigenes »Sikhistan«.

Pakistan-Prophet Dschinnah, der sich längst als »Führer« eines unabhängigen Moslemstaates sah und sich den entsprechenden Titel »Kaid-i-Asam« zugelegt hatte, rief daraufhin im August 1946 zu einem »Direct Action Day« auf, an dem Indiens fast 100 Millionen Moslems mit aller Macht für einen eigenen Staat demonstrieren sollten.

Es war das Signal für grausames Morden zwischen Moslems und Hindus, das sich in der Millionenstadt Kalkutta zu einem Gemetzel steigerte. Mindestens 4000 Tote blieben auf den Straßen der größten Slum-Siedlung der Welt liegen, dazu kamen 15000 Verletzte und mehr als 100000 Obdachlose als Resultat von Dschinnahs Muskelspiel.

Die Moslems blieben demonstrativ auch der ersten indischen Übergangsregierung unter Nehru fern und hängten am Tag ihres Zusammentritts schwarze Flaggen aus den Fenstern.

Erst im Dezember 1946 trat die Moslem-Liga mit sechs Mitgliedern - genausoviel wie der Kongreß - in die Regierung ein, wurde aber von den Hindus und den drei anderen Mitgliedern stets überstimmt. Attlee rief das Inder-Kabinett zu Gesprächen nach London. Dschinnah beharrte auch dort stur auf seinem eigenen Staat: »Indien wird geteilt, oder aber es wird zerstört werden.«

Die Labour-Regierung, die das rebellische Indien loswerden wollte, was es auch koste, verkündete im Februar 1947 einseitig, die Kronkokonie werde bis Mitte 1948 die Unabhängigkeit erhalten, gleichgültig, ob als einheitlicher Staat oder in mehrere Teile zerstückelt.

Vizekönig Wavell plante bereits die Räumung Indiens Provinz für Provinz. Zuerst sollten die weißen Zivilisten evakuiert werden - insgesamt etwa 200000 in der ganzen Kolonie -, dann die britischen Truppen abziehen, noch etwa 80000 Mann.

Die Inder sollten dann einfach selbst sehen, wie sie mit dem Chaos fertig würden. Wavell hatte sich auch einen durchaus passenden Namen für seinen Plan einfallen lassen: »Operation Madhouse«.

London aber wollte einen geordneten Rückzug, »a retreat with dignity«, mit einiger Würde. Der Sozialist Attlee schaßte Wavell und ernannte einen neuen Vizekönig, der die Liquidation des Empire standesgemäß angehen wollte: Louis Mountbatten, Viscount of Burma, den letzten Oberkommandierenden der britischen Streitkräfte in Südostasien, einen Vetter des Königs.

Im nächsten Heft

Herr über ein Viertel der Menschheit - Die Teilung wurde von einem Sterbenden erzwungen - Verrat an den Maharadschas _(Vorn Mitte: Nehru, Vizekönig ) _(Mountbatten; hinten: Lady Edwina ) _(Mountbatten. )

Darsteller der indischen Unabhängigkeitspolitiker Patel, Gandhi,Dschinnah, Nehru und Asad.Vorn Mitte: Nehru, Vizekönig Mountbatten; hinten: Lady EdwinaMountbatten.

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