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Briefe

»Unsere Zweite Haut«
aus DER SPIEGEL 35/1977

»Unsere Zweite Haut«

(Nr. 3311977, SPIEGEL-Report über die christlichen Kirchen in Afrika)

Proficiat* zu ihrem schnodderigen Beitrag über die schwarzen Priester! Die Schüsse, die fast gleichzeitig mit dem Erscheinen des SPIEGELs in Rhodesien fielen und wieder drei Missionare töten, hallen uns noch in den Ohren.

Aber »Passionszeit für Afrikas Kirchen« gibt es nur an ein paar Ecken dieses großen Kontinents, der 51 Staaten hat. Daß mancherorts » Passionszeit« ist, liegt einerseits daran, daß Afrikaner die geistige Macht höher ein-

* Proficiat: Es möge nützen!

schätzen als die weltliche, andererseits wohl auch daran, daß sich die Kirche auf dem Schwarzen Kontinent als Anwältin der Menschenrechte profiliert. Beides muß die Eifersucht und das Mißtrauen rechter wie linker Diktatoren wecken.

Ansonsten blasen Sic ins gleiche Horn wie wir, wenn auch einige Details in Ihrem Artikel nicht stimmen. Und wenn schon Zitate von Bischof Dery aus Ghana, warum dann nicht auch dieses: »Das Christentum ist unsere zweite Haut.« Oder von Bischof Sangu / Tansania: »Wenn ihr eures Glaubens müde seid, wir fangen erst richtig an.« Dazu und zu Ihrem Schlußsatz ("Kenias Christen schickten den Pfarrer Mugu aus Nakuru auf Missionsfahrt nach New York. Er soll US-Heiden zu Demut und Christi bekehren.") die passende Karikatur.

Aachen MARCEL BAUER Missio, Päpstliches werk der Glaubensverbreitung

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