Aktionsbündnis für Solidarität Tausende laufen bei »Unteilbar«-Demo mit

15 Demonstrationszüge gingen am Samstag in Berlin auf die Straße – für Umweltschutz und Solidarität, Menschenrechte und faire Löhne. Die Großveranstaltung des Aktionsbündnisses aus 350 Verbänden verlief friedlich.
Demonstranten des Aktionsbündnisses »Unteilbar« gingen am Samstag in Berlin friedlich für ihre Ziele auf die Straße

Demonstranten des Aktionsbündnisses »Unteilbar« gingen am Samstag in Berlin friedlich für ihre Ziele auf die Straße

Foto: CLEMENS BILAN / EPA

Tausende Menschen sind am Samstag friedlich für «eine offene und solidarische Gesellschaft» durch Berlin gezogen. Unter diesem Motto hatte ein breites Bündnis aus Gewerkschaften, Parteien und Vereinen zur »Unteilbar«-Demonstration in der Hauptstadt aufgerufen. In mehreren Blöcken zu unterschiedlichen Themen startete der Zug am frühen Nachmittag in der Leipziger Straße und erreichte bereits nach etwa zwei Stunden den Ort der Abschlusskundgebung in der Karl-Marx-Allee.

Das Aktionsbündnis »Unteilbar« vereint laut eigener Aussage rund 350 Initiativen. Zu ihnen gehören unter anderem Gewerkschaften, die Menschenrechtsorganisation Amnesty International oder die Klimabewegung Fridays for Future. Das Aktionsbündnis trete ein «für Solidarität, soziale Gerechtigkeit, Menschenrechte und ein konsequentes Handeln gegen die Klimakrise», hieß es in einem Aufruf.

»Wir wollen andere politische Prioritäten und lassen uns nicht gegeneinander ausspielen«, sagte Unteilbar-Aktivistin Anna Spangenberg. Die politisch Verantwortlichen müssten »die Klimakrise endlich konsequent und sozial gerecht in Angriff zu nehmen« und Rassismus sowie Menschenfeindlichkeit ernsthaft bekämpfen. Es bedürfe einer Demokratie, »die wirkliche Teilhabe aller garantiert und die von allen mitgestaltet werden kann«.

Eine Sprecherin der Veranstaltung ging davon aus, dass wie erwartet rund 30.000 Menschen erschienen seien. Die Polizei schätzte die Zahl der Teilnehmenden am Samstag auf knapp unter 10.000 Menschen. Sie äußerte sich positiv zum Verlauf der Veranstaltung und zur Einhaltung von Hygieneregeln unter den Teilnehmern: »Wir haben alle 15 Blöcke an uns vorbeilaufen lassen«, sagte eine Sprecherin der Polizei. Die Organisatoren hatten Teilnehmende im Vorfeld aufgefordert, Fahrräder und Picknickdecken als Abstandhalter zu nutzen und Masken zu tragen.

dak/dpa/afp
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