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USA: Mehr Sex an Universitäten

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aus DER SPIEGEL 6/1986

Die Beziehungen zwischen amerikanischen Studentinnen und ihrem Lehrkörper sind enger als jemals zuvor: Knapp 20 Prozent der Hochschülerinnen, viermal soviel wie noch vor zwei Jahrzehnten, unterhalten sexuelle Kontakte zu ihren Dozenten und Professoren. Dies ist das Ergebnis einer jüngst in der Fachzeitschrift »American Psychologist« veröffentlichten Studie, bei der 464 Studentinnen der Psychologie befragt wurden; die Umfrage sei jedoch, versichern die Autoren, auch für alle anderen Fakultäten repräsentativ. Danach lassen sich getrennt oder in Scheidung lebende Studentinnen am häufigsten mit einem Hochschullehrer ein - meist ihrem Studienbegleiter oder einem wissenschaftlichen Berater, etwa dem Doktorvater. Die Hälfte der Befragten gab an, die Beziehung sei auf Betreiben des Hochschullehrers zustande gekommen, häufig unter offenen oder versteckten Hinweisen auf dessen Machtposition. Nur jede dritte Studentin war die Verbindung ohne solchen Druck eingegangen. Die meisten Studentinnen jedoch hielten ihre Beziehungen zum Lehrpersonal für unmoralisch, seelisch belastend und überdies dem Studium abträglich.

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