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Uta Ranke-Heinemann

aus DER SPIEGEL 33/1987

Uta Ranke-Heinemann, 59, vom Essener Bischof Franz Hengsbach wegen ihrer Zweifel am Dogma der immerwährenden Jungfräulichkeit Marias mit dem Entzug der kirchlichen Lehrerlaubnis abservierte Theologie-Professorin, stolperte erneut über bischöfliche Fallstricke. Weil sie die Aberkennung der Lehrbefugnis für Kungelei hielt, hatte sie bei der Glaubenskommission der Deutschen Bischofskonferenz ein sogenanntes Lehrbeanstandungsverfahren beantragt. Dies könne nur eingeleitet werden, schrieb ihr der Kommissionsvorsitzende, Münchens Kardinal Friedrich Wetter, zurück, wenn ein eigens dafür vorgesehenes Gespräch gemäß Paragraph 5 der Verfahrensordnung mit dem Essener Bischof stattgefunden habe. Bischof Hengsbach nannte der Professorin in einem Brief die Bedingungen für diese Unterhaltung: Das Gespräch dürfe »nicht öffentlich« sein und habe zum Ziel, »daß Sie Ihre Aussagen, die zu meiner Entscheidung geführt haben, zurücknehmen«, oder daß »Sie selbst auf die Durchführung des Verfahrens verzichten«.

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