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Vaclav Klaus

aus DER SPIEGEL 22/1996

gilt den einen als eine Art Wundermann des früheren Ostblocks, den anderen als knallharter kapitalistischer Technokrat. Tschechien erlebt unter seiner Regierung einen Boom mit fast fünf Prozent Wirtschaftswachstum (1995), nur drei Prozent Arbeitslosen, stabiler Währung - aber auch den Abbau sozialer Leistungen. Klaus, 54, hatte im kommunistischen Prag, in Italien und in den USA Ökonomie studiert, promoviert und dann lange in der statistischen Abteilung der Staatsbank »überwintert«. 1989 wurde der Parteilose dann Sprecher des oppositionellen Bürgerforums und wenig später Finanzminister. Klaus, ein Anhänger des amerikanischen Wirtschaftsnobelpreisträgers Milton Friedman und Mitglied der ultraliberalen Mont Pelerin Society, plante von Anfang an eine radikale Wirtschaftsreform. 1991 gründete er die Mitte-Rechts-Partei ODS, wurde ihr Vorsitzender und gewann im Juni 1992 die Parlamentswahlen. Auch bei den Wahlen nächsten Freitag und Samstag gilt er als Favorit.

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