Verfassungsschutz Neonazis ziehen vermehrt von West- nach Ostdeutschland

Der Brandenburger Verfassungsschutz warnt vor einem gefährlichen Trend: Führende Rechtsextremisten zieht es demnach in Gegenden in Ostdeutschland, wo es »keine aus sich heraus starke Zivilgesellschaft« gebe.

Rechtsextremisten ziehen nach Einschätzung des Brandenburger Verfassungsschutzes vermehrt von West- nach Ostdeutschland. »Neonazis kaufen im Osten des Landes günstig Immobilien, sie veranstalten Konzerte oder gründen neue Gruppierungen«, sagte Brandenburgs Leiter des Verfassungsschutzes, Jörg Müller, den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

»Wir registrieren, dass führende Köpfe etwa der rechtsextremen Szene aus den alten Bundesländern, zum Beispiel aus Bayern und Dortmund, nach Brandenburg oder Sachsen gegangen sind«, betonte Müller. Dies sei ein gefährlicher Trend, da es in dünn besiedelten Regionen oftmals »keine aus sich heraus starke Zivilgesellschaft« gebe, die sich den Rechtsextremen entgegenstellen könne.

svs/dpa
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