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WM-EINTRITTSKARTEN Verkaufte Hoffnung

aus DER SPIEGEL 25/1998

Der Skandal um Eintrittskarten für die Fußball-WM ist das Ergebnis der Profitgier des französischen Organisationskomitees CFO und zahlreicher Reisebüros. Das CFO hatte von 17 Agenturen in aller Welt zwischen 500 000 und einer Million Mark kassiert - für das Recht, bei dem CFO maximal 20 000 Karten erwerben und dann weiterverkaufen zu dürfen. Die Agenturen verhökerten die Karten - insgesamt 137 815 - mit hohen Aufschlägen an Reiseveranstalter und Zwischenhändler weiter. Viele Reisebüros boten verfrüht teure Paketreisen an - und hofften, sich bei Groß- oder Zwischenhändlern mit Tickets versorgen zu können. Die Spekulation ging jedoch wegen der geringen Zahl verfügbarer Plätze daneben. Auch der einzige deutsche CFO-Lizenzhändler Voss & Votava erhielt für das Auftaktspiel der Vogts-Elf gegen die USA nur 700 Karten.

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