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Briefe

Verkürzte Wiedergabe
aus DER SPIEGEL 35/1979

Verkürzte Wiedergabe

(Nr. 33/1979, Kommentar von Erich Böhme: »Keine Hoffnung")

Sie kritisieren die Bemerkung von Ministerpräsident Strauß, »Egon Bahr habe die Lüge zum politischen Prinzip erhoben, wenn es darum gehe, die Wähler über die eigenen Absichten zu täuschen«.

Die verkürzte Wiedergabe de 7 Interview-Antwort von Herrn Strauß ist bedauerlich, weil sie Ihren Lesern die Begründung vorenthält. Herr Strauß hat seine Beurteilung nämlich auf ein ausdrückliches Eingeständnis des damaligen Bundesministers Bahr vor dem Plenum des Bundestages am 24. Januar 1973 gestützt. Er hat dabei den Vorgang zutreffend so zusammengefaßt:

»Während der Großen Koalition bekräftigte er mit uns feierlich die Unteilbarkeit Deutschlands, nach der Bundestagswahl 1969 ging er dann von zwei deutschen Staaten aus und erklärte, von uns zur Rede gestellt: »Man kann eine neue Wahrheit zwar im Herzen tragen, sie aber noch nicht bekanntgeben, wenn es noch keine Mehrheit dafür gibt.«

München DR. WILHELM KNITTEL

Leiter des Büros des bayerischen Ministerpräsidenten

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