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Briefe

Völlige Verkennung der Tatsachen
aus DER SPIEGEL 37/2006

Völlige Verkennung der Tatsachen

Nr. 35/2006, Ortstermin: Madonna in Hannover, ein Nachruf

Es ist schon ein Kreuz mit dieser Frau. Sie quält Gitarren, teilt Peitschenhiebe aus, erinnert an afrikanische Waisenkinder - und schlüpft ganz dreist sogar in Männerrollen. Zudem liest sie keine Zeitung, nicht einmal den SPIEGEL. Wie erlösend, dass zwei tapfere, bibelfeste Redakteure vor Ort waren. Bei Bratwurst und Bier träumten sie lieber von Heide Simonis, Gucci und Caligula als vom Frühstück mit Madonna. Na, dann prost, die Herren.

FRANKFURT AM MAIN TORSTEN SCHÖLZEL

Natürlich muss man Madonna nicht lieben. Es ist sogar verständlich, dass ein gewisser Männertyp sie hasst beziehungsweise sich vor ihr fürchtet, so wie Männer aller Epochen sich stets vor selbständigen Frauen gefürchtet haben. Es ist jedoch eine völlige Verkennung der Tatsachen, wenn man es so verpackt, als sei sie unbegabt und unkreativ und hätte es nötig, sich zu einer Konzerttour herabzulassen. Während der zwei Stunden dauernden rasanten und kraftgeladenen Supershow wirkte sie nicht erschöpft. Seit fast 25 Jahren verzaubert, begeistert und erfreut sie Millionen Menschen weltweit; sie ist klug, stark, große Klasse und einfach nur geil!

MÜNCHEN MAREIKE WINDEL

Bei welchem Konzert waren die Herren eigentlich? Die Show war perfekt inszeniert, die Stimmung phantastisch. Für das teure Ticket habe ich ein unvergessliches Konzert erlebt. Und mit politischen Botschaften auf Bühnen haben schon viele Musiker überzogen.

KLEVE (NRDRH.-WESTF.) ANDRE JURETTKO

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