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MODERNES LEBEN Vom Windstrom verweht

aus DER SPIEGEL 38/1992

Geübte gehen 24 Meter hoch in die Luft, Anfänger lassen sich auf einer Höhe von 4 Metern hin- und herwehen: Body-flying nennt sich ein verwegener Freizeitsport aus den USA, der jetzt auch in einer Flugarena in Rümlang, nahe dem Zürcher Flughafen Kloten, geübt wird, der bislang einzigen Anlage dieser Art in Europa. Das Prinzip ist einfach: Geflogen wird auf einem Luftstrom, der bis zu 200 Stundenkilometer erreicht und von einem Propeller durch ein Sicherheitsnetz geblasen wird. Die Learn-to-fly-Kurse umfassen insgesamt zwölf Lektionen, in denen die Anfänger zunächst als Trockenübung die richtige Grundstellung fürs losgelöste Schweben lernen: Sie strecken Arme und Beine so aus, daß der Körper ein Y bildet. In Kunststoffanzüge gesteckt, mit Helm, Handschuhen, Brille, Ellbogen- und Knieschonern versehen, üben die menschlichen Flugkörper zunächst simple Bewegungen wie Steigen und Sinken, proben dann leichte Drehungen, trainieren schließlich kleine Formationsflüge und vollführen letztendlich eindrucksvolle Freestyle-Figuren. Eine Doppelstunde kostet 120 Mark, wer das Body-flyer-Diplom erwerben will, muß 450 Mark hinlegen.

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