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KIRCH-GRUPPE Vorbehalt von Springer

aus DER SPIEGEL 50/1998

Der Umbau des Unternehmens von Leo Kirch führt im Springer-Konzern zu Unruhe. Hintergrund ist eine geplante europaweite Holding in Mailand, in die Kirch zusammen mit dem italienischen TV-Herrscher Silvio Berlusconi und dem Amerikaner Rupert Murdoch Senderanteile einbringen will. Als Partner sind auch der britische Pearson-Konzern und der französische Sender TF 1 im Gespräch. Weil neben den Sendern Telecinco (Spanien) und Rete quattro (Italien) auch Sat 1 zu der neuen Formation gehören soll, ist die Sat-1-Mitbesitzerin Friede Springer betroffen. Intern merkte die Verlegerin an, Kirch könne nicht einfach seinen 59-Prozent-Anteil an Sat 1 in die neue Euro-Holding einbringen. Falls sich die Mehrheitseinflüsse bei Sat 1 durch die Transaktion gravierend ändern würden, könne Springer vielmehr Kirchs Sat-1-Besitz kaufen. Das ergebe sich aus einem in den Verträgen verankerten Vorkaufsrecht. Die endgültige Neuorganisation will Kirch bis Jahresende schaffen. Neben dem Euro-TV-Bund sollen zwei Holdings für Pay-TV und die Kerngeschäfte (Rechtehandel, Filmproduktion) entstehen.

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