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INSOLVENZEN Vorerst 300 Millionen für Kirch-Gläubiger

aus DER SPIEGEL 4/2007

Rund fünf Jahre nach der Insolvenz der KirchMedia erhalten die Gläubiger des einstigen Medien-Tycoons Leo Kirch erstmals einen kleinen Teil ihrer Forderungen - in Form einer Abschlagszahlung. Bis Anfang Februar würden insgesamt rund 300 Millionen Euro überwiesen, bestätigt Insolvenzverwalter Michael Jaffé. Die Forderungen belaufen sich derzeit noch auf rund 3,7 Milliarden Euro. Unmittelbar nach der Mega-Medienpleite hatten die Außenstände samt Schadensersatzforderungen rund zehn Milliarden betragen - zwischenzeitlich gab es aber Einigungen ("Settlements") mit Großgläubigern wie den Hollywood-Studios Paramount und Columbia. Zuletzt umfasste die Liste der Gläubiger noch etwa 1900 Eintragungen. Die Deutsche Fußball Liga hatte das Gros ihrer Forderungen (insgesamt rund 400 Millionen) erst unlängst für etwa 40 Millionen Euro an die HypoVereinsbank verkauft. Zur erwarteten Gesamtinsolvenzquote wollte Jaffé sich nicht äußern. Mit dem Ende des Verfahrens ist nicht vor 2013 zu rechnen.

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