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Vorsichtiger Strauß

aus DER SPIEGEL 15/1980

Nachdem Kanzler Helmut Schmidt öffentlich erklärt hat, es hänge allein von der Kassenlage ab, ob die kostspieligen Versprechen der SPD nach dem Wahltag eingelöst werden könnten, will auch Unionskanzlerkandidat Franz Josef Strauß das Wahlprogramm der Unionsparteien unter einen allgemeinen Finanzierungsvorbehalt stellen. Grund: Schmidt und Strauß wissen nicht, ob die teuren Rentenreformpläne bezahlt werden können. Die Opposition will allerdings klarstellen, daß sie trotz möglichen Geldmangels der äußeren Sicherheit und der Familienpolitik Priorität einräumen werde -- freilich ein leichtes Zugeständnis. Denn die Ausgaben für die Sicherheitspolitik sind weitgehend schon durch Nato-Beschlüsse festgelegt. Und die Anrechnung von fünf Erziehungsjahren pro Kind für die Rente der Mutter -wichtigste familienpolitische Forderung der Union -- kostet erst nach dem Jahr 2000 Geld.

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