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GESUNDHEIT Vorsorge mit Qualität

aus DER SPIEGEL 4/2004

Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren werden künftig routinemäßig alle zwei Jahre zur kostenfreien Röntgenreihenuntersuchung der Brust eingeladen. Die neuen bundeseinheitlichen Richtlinien zum so genannten Mammografie-Screening sind seit Jahresbeginn in Kraft. Sie müssen nun nur noch von den zuständigen Gesundheitsbehörden der Länder röntgenrechtlich zugelassen werden. Ziel ist es, die in Deutschland bisher mangelhaft durchgeführten Tests zur Brustkrebs-Früherkennung den strengen europäischen Leitlinien anzupassen. Dazu muss jeder Befund von zwei qualifizierten Ärzten bewertet werden, die außerdem ihre Erfahrung durch 5000 Mammografie-Untersuchungen pro Jahr nachzuweisen haben. Jede »Screening-Einheit« und die eingesetzte Röntgentechnik sollen regelmäßig zertifiziert werden.

In Deutschland erkranken derzeit pro Jahr 50 000 Frauen an Brustkrebs, etwa 19 000 sterben. Während die Zahl der Opfer in vergleichbaren Industriestaaten in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen ist, blieb sie in der Bundesrepublik auf konstant hohem Niveau.

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