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Hausmitteilung Wagenknecht / SPIEGEL WISSEN / Preußen

aus DER SPIEGEL 45/2011
Wagenknecht, Feldenkirchen in Berlin

Wagenknecht, Feldenkirchen in Berlin

Foto: Christian Thiel / DER SPIEGEL

Bücher sind ihre Leidenschaft: Mehrmals erzählte Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht, 42, SPIEGEL-Reporter Markus Feldenkirchen, 36, wie wichtig ihr das Lesen sei. Rund um den Fall der Mauer hatte sich Wagenknecht einige Jahre zum Selbststudium in ihre Wohnung in Berlin-Karlshorst zurückgezogen. Während des Fototermins vor ihrer mächtigen Bücherwand achtete Wagenknecht dann genau darauf, was hinter ihr zu sehen sein würde. Das Porträt von Karl Marx wollte sie lieber nicht im Hintergrund haben, auch weil der wohl nicht mehr zu ihrem neuen Image einer eher moderaten Kapitalismuskritikerin passt. Wagenknecht erfährt als intellektuelle Linke derzeit große Aufmerksamkeit. »Es hat den Anschein, als könne sie selbst nicht glauben, wie beliebt sie plötzlich ist«, sagt Feldenkirchen (Seite 62 ).

Hexenschuss, Ischias, Nackenweh - mehr als 80 Prozent der Deutschen spüren mindestens einmal im Leben Schmerzen im Kreuz. Rückenleiden sind, nach dem Schnupfen, der häufigste Grund für Arztbesuche. Im neuen SPIEGEL WISSEN »Rücken ohne Schmerz«, das am Dienstag erscheint, berichten SPIEGEL-Redakteure nach Recherchen unter anderem bei Orthopäden, Chirurgen, Schmerztherapeuten und Psychologen, was gegen die Qual hilft. Das ermutigende Fazit: Kluge Therapien wirken auf Körper und Seele gleichermaßen - und können so den Schmerz besiegen.

Der 300. Geburtstag Friedrichs des Großen wird zwar erst am 24. Januar gefeiert, doch schon jetzt ist der Hype um den Hohenzollernkönig riesig: Mehr als zwei Dutzend Neuerscheinungen liegen in den Buchhandlungen, darunter ein Friedrich-Lexikon und ein Kochbuch mit seinen Lieblingsgerichten; zudem sind zahlreiche Ausstellungen geplant, die sich mit seiner 46-jährigen Regentschaft befassen. Von jeher liefern die düsteren Seiten Friedrichs viel Stoff für Erzählungen. SPIEGEL-Gründer Rudolf Augstein war so fasziniert von dem schwer berechenbaren Machtmenschen, dass er ihm eine 565 Seiten starke Abhandlung ("Preußens Friedrich und die Deutschen") sowie zwei Titelgeschichten widmete. Augstein schrieb, der König sei ein Genie gewesen, »ein manchmal generöser, zumeist aber recht ekelhafter Kerl«. Titelautor Klaus Wiegrefe, 46, schildert das Leben eines Mannes, der auch durch einen traumatischen Konflikt mit seinem Vater zum kriegslüsternen Feldherrn wurde. Zugleich brachte Friedrich wichtige Reformen auf den Weg und wurde nach seinem Tod zum beliebtesten König der Deutschen. »Er lässt sich nicht nur als Erzbösewicht beschreiben«, sagt Wiegrefe (Seite 72 ).

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