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STEINKOHLE Walsum vor dem Ende

aus DER SPIEGEL 18/2004

Von einem deutlich früheren Ende des Kohleabbaus unter dem Rhein geht die Landesregierung Nordrhein-Westfalens aus. Die Zechenbetreiberin RAG hat bis 2019 die Genehmigung, im Bereich Walsum Steinkohle zu fördern. Wegen der gefährlichen Lage unter und neben dem Rhein (SPIEGEL 47/2003) ist der Abbau dort höchst umstritten. Die NRW-Grünen fordern ein Ende im Jahr 2006, was wegen fälliger Rückbaumaßnahmen einem sofortigen Abbaustopp gleichkäme. Die SPD unter Ministerpräsident Peer Steinbrück ist offenbar bereit, eine Frist bis etwa 2010 zu akzeptieren. Keine Einigung gibt es über den künftigen Anteil des Landes an den Kohlesubventionen. Der Bund will sich nicht an seine Zusage halten, das Land NRW pro Jahr um 40 Millionen Euro zu entlasten. Berlin will nur noch 26 Millionen Euro übernehmen. Steinbrück warnt jetzt seinen Koalitionspartner: »Wegen 14 Millionen bringt man nicht das eigene Schiff ins Schwanken.« Sein grüner Stellvertreter Michael Vesper sieht das anders: »Wir müssen gemeinsam um die zugesagten 40 Millionen kämpfen.«

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