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Walter Kempowski

aus DER SPIEGEL 47/1989

Walter Kempowski, 60, Schriftsteller ("Uns geht's ja noch gold"), bat seine Zuhörer bei der Präsentation seines neuesten Buches »Hundstage« im Amsterdamer Goethe-Institut um Mithilfe. Für sein Mammut-Projekt »Echolot« brauche er dringend Tagebücher, Fotos und andere Dokumente aus der Zeit zwischen 1943 und 1949. Auf die Frage eines Holländers, warum der Autor denn nicht selber Flohmärkte und Antiquariate nach entsprechendem Material abklappere, erklärte Kempowski: »Ich würde nie auf die Idee kommen, freiwillig nach Holland zu reisen. Hier wird jeder Deutsche als wandelnder Vorwurf für die Verbrechen der deutschen Besatzungsmacht angesehen.« Warum er dann überhaupt hier sei, so die kecke Nachfrage. »Weil ich vom Goethe-Institut eingeladen worden bin.«

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