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Frankreich Wasserstoffbomben auf Mururoa

aus DER SPIEGEL 34/1995

Frankreich wird auf dem Mururoa-Atoll Anfang September den »Big Bang« des Atomzeitalters entfesseln: Wasserstoffbomben. Das gab Jacques Bouchard, Chef der militärischen Programme der französischen Atomenergie-Behörde, freimütig zu, als er vorletzte Woche ausländische Journalisten über das Testgelände im südlichen Pazifik führte. Im Mittelpunkt der Tests stehen Sprengköpfe des Typs TN 75 (TN = thermonucleaire), die gegenwärtig auf den französischen Atom-U-Booten installiert werden. Auch die weniger explosionsstarken Waffen, die auf Mururoa getestet werden sollen, sind Abkömmlinge von H-Bomben. Offiziere bezeichneten sie als »fusionsverstärkt«. Sie enthalten eine Ladung der Wasserstoff-Isotope Deuterium und Tritium, was die Wirkung der Bombe um ein Vielfaches erhöht. Mit diesem »Boosting« soll Plutonium gespart werden, gaben die Offiziere an. Die Sprengkraft der mindestens sieben Versuchswaffen soll zwischen 5 und 150 Kilotonnen betragen.

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