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VERLAGE WAZ-Mann Hombach

aus DER SPIEGEL 39/2001

EU-Balkankoordinator Bodo Hombach, 49, steht vor einer Karriere bei der WAZ-Gruppe, einem der größten deutschen Medienkonzerne. Nach seinem Eintritt in die Geschäftsführung im Februar 2002 soll er auf mittlere Sicht offenbar die Rolle des Juristen Erich Schumann, 70, einnehmen, der die Geschicke des Konzerns als geschäftsführender Gesellschafter entscheidend mitbestimmt hat. Der Verlagsstratege, der wegen einer Spende für Altkanzler Helmut Kohl aus der SPD geflogen war, offerierte dem Genossen und Ex-Kanzleramtsminister Hombach erstmals vor zwei Monaten den Spitzenjob. Auf seinem neuen Posten soll Hombach vor allem die Zeitungsexpansion der WAZ in Osteuropa befördern. Die nötigen Kontakte hat er: So war zu seiner Hochzeit im Juni der serbische Premier Zoran Djindjic angereist. Als Hombach 1999 durch Spekulationen über einen angeblich vom Veba-Konzern gesponserten Hausbau in die Schlagzeilen geriet, war er auch von der »WAZ« kritisiert worden - als »ungeduldig eitler Selbstdarsteller, zum Verwirrspiel neigend«. Seinen Job bei der EU hat er nach Ansicht vieler (siehe Seite 204) erfolgreich gemeistert.

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