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Wehner in Sachsen

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aus DER SPIEGEL 24/1985

Nach seinem Besuch bei DDR-Staats- und Parteichef Erich Honecker erfüllte Herbert Wehner sich einen Herzenswunsch: Zum ersten Mal seit 50 Jahren machte der frühere SPD-Fraktionsvorsitzende letzte Woche eine Rundreise durch Sachsen. Auf dem Programm stand auch seine alte Heimatstadt Dresden. Die hatte er zuletzt »bei Nacht und Nebel« (Wehner) 1935 gesehen, als er - damals Kommunist und steckbrieflich von den Nazis gesucht - Abschied von seinen Eltern nahm. Freunden vertraute Wehner an, er würde gern noch einmal nach Dresden fahren, wisse allerdings nicht, ob er die »Last der Erinnerungen« aushalten könne. Wie schon im Jahr 1973 war auch diesmal die Fahrt Wehners in die DDR geheimgehalten worden. Nur wenige Vertraute - darunter Fraktions-Chef Hans-Jochen Vogel, der kürzlich selbst bei Honecker war - wußten davon. Den Staatsratsvorsitzenden

Honecker kennt Wehner aus den 30er Jahren. Damals arbeiteten die beiden im sogenannten Saarkampf gemeinsam gegen den Anschluß des Saargebiets an das Deutsche Reich.

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