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Weihnachten mit Ufo und Supermann

aus DER SPIEGEL 52/1977

Das texanische Versandhaus Neiman-Marcus, seit Jahren auf extravagante Weihnachtsgaben spezialisiert, ist in diesem Jahr von der Spitze des Gag-Geschäfts verdrängt. Konkurrent Sakowitz in Houston offeriert wahrhaftig eine fliegende Untertasse: einen futuristischen »Discojet« mit Hovercraft-Antrieb (als Zweisitzer für 687 500, als Sechssitzer für 1 125 000 Dollar). Für Caravan-Fans hält er einen »Palast auf Rädern« bereit, der außer einer Luxuswohnung auch ein Speedboot, zwei Motorräder und zwei Snowmobiles mit sich schleppt (256 250 Dollar). Für genau eine Viertelmillion können Filmfreunde schon »einen Tag vor der Weltpremiere« eine eigene Kopie des »Superman«-Films mit Marion Brando vorführen, der zur Zeit für 30 Millionen produziert wird. Neiman-Marcus wirkt dagegen wie ein billiger Jakob: Sein Top-Geschenk sind zwei Windmühlen im Partner-Look, die das Haus mit Strom versorgen (16 000 Dollar pro Stück). Ein schwarzes Schaf, »für Familien, in denen es keins gibt«, kostet 25 Dollar.

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