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Sierra Leone Weiße Söldner für schwarze Junta

aus DER SPIEGEL 21/1995

Ehemalige südafrikanische Soldaten verschärfen den Bürgerkrieg in Sierra Leone. Das Militärregime in dem westafrikanischen Land unterschrieb einen Vertrag mit der Johannesburger Privatfirma Executive Outcomes, die weltweit Söldner anbietet. Die Soldatenmakler hatten bereits vor knapp zwei Jahren für 35 Millionen Mark mehrere hundert südafrikanische Söldner an die Regierung von Angola vermittelt. Die weißen Kämpfer werden im Auftrag von Sierra Leones Juntachef Valentine Strasser gegen die Rebellenbewegung RUF vorgehen. Die Widerständler kontrollieren bereits weite Teile des Landes und marschieren nun auf die Hauptstadt Freetown zu. Für die bedrängte Junta kämpfen auch Hubschrauberpiloten aus der Ukraine und abgemusterte Gurkha-Krieger aus Nepal.

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